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Fiume.




Unser Bild führt uns zu einem jener alten Völker des europäischen Ostens, welche ihrem Tag noch entgegen gehen, zu den Ungarn und Südslaven Oesterreichs. Wer an das Schicksal dieser Völker denkt, den nimmt es nicht Wunder, daß ihre heimathlichen Lieder nur tiefe Klagen athmen und ihre Melodien in Moll ertönen. Von drei Despotenreichen eingeschlossen und in eng geketteter Abhängigkeit gehalten, haben Ungarn und Südslaven Jahrhunderte lang unsägliches Elend erduldet. War erst der Türke der gefürchtete Verheerer ihrer Länder und konnte nur die unermeßliche Fruchtbarkeit des Gebiets der vier Ströme es verhüten, daß sie nicht gänzlich zur Wüste wurden, so erstand ihnen in der darauf folgenden österreichischen Herrschaft ein noch gefährlicherer Feind, der Unterdrücker ihres nationalen Charakters. So weit das Gebiet der Pforte an Oesterreich grenzt, wohnen dies- und jenseits der Grenzen sprach- und stammverwandte Völker. Eine gesunde, naturgemäße Staatsleitung hätte es zu ihrer Aufgabe machen müssen, diese von den Türken auf das Grausamste mißhandelten Stammgenossen des eigenen Reichs um so mehr unter ihren Schutz zu nehmen, als damit zugleich christliche Sympathien zu gewinnen waren. Statt dessen, wie man im eigenen Lande jeden einzelnen Erhebungsversuch jener Nationen mit eiserner Ruthe niederstreckte, so begegnete man auch den Befreiungsversuchen der gepeinigten Nachbarn und hetzte sie so geflissentlich in den allezeit offenen Schooß Rußlands. Innerhalb der eigenen Grenzen beging man einen noch schlimmern Dienst: man suchte mit Hülfe des österreichischen Deutsch aus den verschiedenen Nationalitäten der Monarchie einen Einheitsstaat herzustellen. Das Deutsche sollte die Regierungs- und Armeesprache werden, aber die Völker faßten das anders auf. Diese fremde Sprache ward ihnen von herrischen Beamten und rohen Soldaten-Zuchtmeistern entgegen gebracht, und mit Verachtung und Haß wurde unser als Polizeisprache gebrandmarktes Deutsch von ihnen aufgenommen. Deshalb mußte dieses unnatürliche