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| verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 14 | |
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Gebirge und der Gruppe des Hohen Priel, dem Höl- lengebirge mit den isolierten Erhebungen des Schaf bergs und des Traunsteins am Traunsee, dem Hoch- sengsengebirge und den Gruppen des Hohen Pyrgas und des Buchsteins im N. und D. zusammensetzen. Die bedeutendsten Seen sind: der Gmundener oder Traun- see, der Hallstätter See, der Kammer- oder Attersee, der St. Wolfgang- oder Abersee, der Mond- und der Zeller See (ungerechnet die vielen kleinern, z. B. die Gosauseen), ferner im steirischen Teil der Grundel, Altausseer See und andre kleinere Seen. Der größte von allen ist der Attersee (47 qkm), der höchst ge- legene der größern der Grundelſee (696 m ü. M.), der tiefste der Traunsee (191 m). Der Hauptfluß ist die Traun, welche aus den Seen des Ausseer Gebiets fommt, weiter unten den Hallstätter mit dem Gmun- dener See verbindet und bei Roitham einen impo- santen Wasserfall bildet. Im Mittelpunkt des Salz- fammerguts liegt der berühmte Badeort Jschl. Von großer Wichtigkeit ist das S. durch seinen Salzreich- tum. Die Salzwerke (zu Hallstatt, Ischl, Ebensee) liefern etwa 650,000 metr. 3tr. Salz. Die großartig ſten Sudwerke befinden sich zu Ebensee, wohin die von den Pfannen in Hallstatt und Ischl nicht versot- tene Sole unterirdisch geleitet wird. Aussee liefert aus dem Sandling 170,000 metr. 3tr. Kochsalz. Die 1877 eröffnete Salzkammergutbahn durchzieht das S. von Steinach in Steiermark über Aussee, schl, Ebensee bis Attnang. Vgl. Schaubach, Die Deut- schen Alpen, Bd. 3 (2. Aufl., Jena 1865); Führer durch das S. (hrsg. von der Sektion Austria des Deutsch-Österreichischen Alpenvereins, Wien 1880); Meyers Reisebücher: »Deutsche Alpen, Bd. 3.
Salzförner, s. Diamant, S. 931.
Salzkotten, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Minden, Kreis Büren, an der Heder und der Linie Soest-Nordhausen der Breußischen Staatsbahn, 100m ü. M., hat ein Franziskanerinnenkloster, ein Amts- gericht, eine Saline, ein Solbad, Zigarrenfabrikation, Getreide und Dampfsägemühlen und (1885) 2163 meist kath. Einwohner. S. war seit 1273 Residenz des Bischofs von Paderborn.
Salzkraut, Pflanzengattung, s. v. w. Glaux und
Salsola.
Salzkrebschen, s. Riemenfuß.
Salzfupfererz, 1. Atacamit."
Salzlede (Sulze, Beize), Vorrichtung, die dazu
dient, dem Vieh oder dem Wilde das ihnen nötige
Salz zu geben. Schafen streut man das Salz in der
Regel in Steintröge oder flache Holztröge. Dem
größern, in Stallungen gehaltenen Vieh gibt man
meistens das Salz in Form der Salzled steine, wie
solche von den Salinen (ohne Steuer) bezogen wer-
den, so wie auch das sogen. Viehsalz, d. h. Salz, wel
ches durch irgend eine Vermischung (Dcer, Wermut
u. dgl.) für den Gebrauch des Menschen unbrauchbar
gemacht wurde. Die Lecksteine formt man in Kugeln
aus geringern Sorten Steinsalz mit Lehm, wie man
auch dem Wilde das Salz in der Art auf die Lecken
bringt, daß man es, mit Lehm vermengt, in hölzerne,
aus Stämmen mit der Rinde gefertigte Rahmen von
etwa 1 m Seitenlänge stampft und diese auf den Bo-
den stellt. Damit das Wild die S. besser annimmt,
errichtet man auf derselben einen stärker mit Salz
vermischten Regel. Hängt man die Lecksteine am
Stand auf, so kann das Vieh nach Belieben Salz zu
sich nehmen; doch zieht alles Salz aus der Luft Feuch
tigkeit an, und es ist daher entschieden vorteilhafter,
reines Salz in geeigneten Gaben zu verwenden.
Salzmann, Christian Gotthilf, philanthropisch-pädagog.
Schriftsteller, geb. 1. Juni 1744 zu Sömmerda
in Thüringen, studierte zu Jena Theologie und ward
1768 Pfarrer zu Rohrborn im Erfurtischen, 1772 Diakonus
und bald darauf Pastor an der Andreaskirche zu
Erfurt. Angeregt durch die Schriften Rousseaus und
Basedows und durch aufmerksame Beobachtung seiner
eignen Kinder belehrt, trat er als pädagogischer
Schriftsteller auf und folgte 1781 einem Ruf als Religionslehrer
und Liturg an das Philanthropin nach
Dessau, wo er seinen trefflichen pädagogischen Roman
»Karl von Karlsberg, oder über das menschliche Elend«
(Leipz. 1780-86, 6 Bde.) vollendete. 1784 gründete
er auf dem von ihm erkauften Landgut Schnepfenthal
(s. d.) im Gothaischen eine Erziehungsanstalt, die
bald zu großer Blüte gelangte und noch heute besteht.
Er starb 31. Okt. 1811. Sammlungen seiner durch
Klarheit der Gedanken und Einfachheit ausgezeichneten
Erziehungs- und Jugendschriften erschienen
Stuttgart 1845-46, 12 Bde., und (hrsg. von Bosse
und Mayer) Wien 1885 ff.; einzelnes in der »Pädagogischen
Bibliothek« (Leipz. 1871 ff.). Vgl. Ausfeld,
Erinnerungen aus Salzmanns Leben (Schnepfenthal
1813; neue Ausg., Leipz. 1884); Kreyenberg,
G. S. u. der Philanthropinismus (Frankf. 1884).
Salzmonopol, . Salzsteuer.
Salzmünde, Dorf im preuß. Regierungsbezirk Merseburg, Mansfelder Seekreis, am Einfluß der Salza in die Saale und an der Linie S.-Teutschenthal der Preußischen Staatsbahn, hat eine Zuckerfabrik, Spiritusbrennerei, Ziegelei mit Thonschlämmerei, eine große Handelsmühle und (1885) 800 Einw.
Salzpfannen, seeartige Gebilde in Südafrika, so-
wohl im südlichen Teil der Kalahariwüste als na-
mentlich an ihrem Nordrand anzutreffen, wo sie vom
Ngamisee im W., nach D. an Größe zunehmend, durch
Wälder und Lichtungen getrennt, ein großes Areal
bedecken. Sie stehen mit dem Tiogefluß in Verbin-
dung und sind mehrere Monate im Jahr an der
Oberfläche mit einer von Salzniederschlägen herrüh
renden, weißlichgrauen Decke, wie bei den Schotts
(s. d.), überzogen. Die größte dieser S. heißt
Tschuanza oder Makaritari.
Salzpflanzen (Halophyten), Gewächse, welche
nur auf fochsalzhaltigem Boden wachsen, am Meeres
ufer und im Binnenland an Salinen und überhaupt
auf salzhaltigem Boden vorkommen, wie Salicornia
herbacea, Plantago maritima, Suaeda maritima,
Aster Tripolium, Cakile maritima, Glaux mari-
tima u. a. Manche dieser Pflanzen liefern beim Ein-
äschern Soda und werden zur Gewinnung derselben
hier und da noch kultiviert, wie Halogeton sativum
Mocq. in Valencia und Murcia.
Salzquellen, f. Salz, S. 237.
Salzregal, . Salzsteuer.
Salzrispengras (Salzschwaden), s. Glyceria.
Salzsäure, i. Chlorwasserstoff.
Salzsaurer Kalf, fälschlich für Calciumchlorid (s.d.).
Salzschlirf, Dorf und Badeort im preuß. Regie-
rungsbezirk Kassel, Kreis Fulda, an der Altfell
(Schlitz) und an der Linie Fulda Gießen der Ober-
hessischen Eisenbahn, 252 m ü. M., hat eine kath.
Kirche, kohlensäurehaltige Solquellen, von denen
namentlich der Bonifaciusbrunnen sich durch
seinen hohen Gehalt von Chlorlithium auszeichnet,
gegen Gicht, Blasen- und Nierenleiden, Grieß- und
Steinbildung 2c. angewandt und auch verschickt wird,
und (1885) 1005 Einw.
Salzidwaben, f. Glyceria.
Salzice, der Große (Great Salt Lake), See im
nordwestlichen Teil des nordamerikan. Territoriums
verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 14. Bibliographisches Institut, Leipzig 1889, Seite 295. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_b14_s0295.jpg&oldid=- (Version vom 23.7.2025)