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| verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 14 | |
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Schwarze Schwarzbach. 689 find: »Memoiren eines spanischen Biasters« (Braun- | 1829-30, 3 Bde.); Lehrbuch der Pädagogik und schweig 1857); »Hundert und ein Tag auf meinem Didaktik (Heidelb. 1805; später als »Lehrbuch der Pferd und ein Ausflug nach der Insel Maddalena« Erziehung und des Unterrichts erschienen, 4. Aufl, (Samb. 1860); »Ein Blick auf Kalabrien und die von Curtmann neu bearbeitet, 1846-47; 8. Aufl. Liparischen Inseln im J. 1860 (das. 1861); Ga 1880-82, 2 Bde.). ribaldi im Varignano 1862 und auf Caprera 1863* (Leipz. 1864); Der junge Stelzentänzer« (Jena 1865); Die Insel Kreta unter der ottomanischen Verwaltung (Wien 1867); »Von Rom nach Kreta (Jena 1870); Kreta-Biene oder kretische Volkslieder, Sagen 2c. (Münch. 1874); »Gemma oder Tugend und Laster«, Novelle (das. 1877); Garibaldi, Mit- teilungen aus seinem Leben (Hannov. 1884, 2Bde.; 2. Aufl. in 1 Bd., 1885). 3) Johann Karl Eduard, protest. Theolog, geb. 20. Juni 1802 zu Halle, studierte daselbst Theologie und Philologie, wurde 1825 Lehrer an dem Päda= gogium unsrer Lieben Frauen in Magdeburg, 1826 Pfarrer zu Altenweddingen und 1829 Professor der praktischen Theologie, Superintendent und Kirchen- rat zu Jena, wo er 1836 auch das Direktorium des homiletischen Seminars erhielt. Seit 1849 Mitglied des neugebildeten weimarischen Kirchenrats, starb er 18. Mai 1870. Er veröffentlichte außer Kanzel- reden: »Das erste Jahrzehnt der Universität Jena (Jena 1858), Bon ber Protestantischen Kirchenzei tung hat er sich 1857 zurückgezogen. Schwarze, Hermann, Dhrenarzt, geb. 7. Sept. 1837 zu Neuhof in Pommern, studierte zu Berlin und Würzburg, babilitierte fid) 1863 für Ohrenheil kunde und wurde 1868 Profeffor und 1884 Direktor der Universitätsohrenklinik in Halle. S. gehört zu 4) Karl, freisinniger protest. Theolog, geb. 19. den Begründern der wissenschaftlichen Ohrenheil: Nov. 1812 zu Wiek auf Rügen, war, nachdem er kunde, er förderte die pathologische Anatomie des seine Beteiligung an burschenschaftlichen Verbindun- Gehörorgans und die operative Behandlung der gen (1837) mit Haft verbüßt hatte, Mitarbeiter an Ohrenkrankheiten und schrieb: Praktische Beiträge den Hallischen Jahrbüchern und habilitierte sich zur Ohrenheilkunde (Würzb. 1864); »Paracentese zu Halle 1842 als Privatdozent; doch wurde ihm des Trommelfells (alle 1868); Pathologische Anatomie des Ohrs (Berl. 1878); »Lehrbuch der chirurgischen Krankheiten des Ohrs (Stuttg. 1885). Auch redigiert er seit 1872 das »Archiv für Ohren heilkunde. Schwarz bezeichnet nicht eigentlich eine Farbe, sondern die Eigenschaft von Körpern, Licht weder zu reflektieren, noch durchzulassen, sondern vollstän- big zu absorbieren (j. Farben, S. 32). Die gebräuch lichsten schwarzen Farben sind Beinschwarz, Frank- furter Schwarz, Ruß in seinen verschiedenen Formen (Lampenschwarz, Chinesische Tusche 2c.), Thonschie- fer 2c. Auf Geweben aber bringt man schwarze Far- ben mit Blauholz und chromsaurem Kali oder mit Eisensalzen unb Gerbsäure hervor. Außerdem kom- men mehrere Teerfarbstoffe, Anilinschwars, Nigro sin 2c. in Betracht. Schwarz, 1) Berthold, ein Franziskanermönch aus Freiburg, der eigentlich Konstantin Antligen geheißen und neben seinem Klosternamen Berthold den Beinamen S. wegen der eifrigen Beschäftigung mit chemischen Arbeiten erhalten haben soll, erfuhr angeblich 1259 (1320, 1354) die explosive Wirkung einer Mischung von Salpeter, Schwefel und Dueck filber oder von Salpeter, Schwefel, Blei und Öl und ſoll dadurch auf die Erfindung des Schießpulvers geführt worden sein Sicheres ist hierüber nicht be- kannt, doch scheint in Deutschland ganz allgemein der Glaube verbreitet gewesen zu sein, daß zu Anfang des 14. Jahrh. ein Mönch das Schießpulver erfunden habe. Einige nennen S. einen Mainzer, andre einen Nürnberger Franziskaner; einige laſſen ihn seine Erfindung zu Goslar, andre zu Köln machen. 1853 ward ihm zu Freiburg ein Denkmal errichtet. 2) Friedrich Heinrich Christian, protest. Theo- log und Pädagog, geb. 30. Mai 1766 zu Gießen, wurde 1790 Pfarrer in Derbach bei Marburg, 1796 zu Echzell in der Wetterau und 1798 in Münster bei Gießen, 1804 Profeſſor der Pädagogik und Theologie zu Heidelberg, wo er 3. April 1837 starb. In seiner Jugend der Kantschen Richtung zugethan, neigte er sich in seinem spätern Alter einer mild positiven Denkart zu. Von seinen pädagogischen Schriften sind hervorzuheben: »Grundriß einer Theorie der Mädchenerziehung (Jena 1792, 2. Aufl. 1836); >Er- ziehungslehre (Leipz. 1802-13, 4 Bde.; 2. Aufl. Meyers Kond. Legifon, 4. Aufl., XIV. Bd. schon 1845 vom Ministerium das Dozieren unter- sagt, da er an den Versammlungen der protestanti fchen Freunde teilgenommen hatte. 1848 ward er von dem Kreis Torgau-Liebenwerda in die deutsche Nationalversammlung gewählt, und 1849 erhielt er eine außerordentliche Professur der Theologie zu Halle. 1856 ward er als Oberkonsistorialrat und Hofprediger nach Gotha berufen und 1858 hier zum Oberhofprediger und 1876 zum Generalsuperinten denten befördert. Er starb 25. März 1885. An der Gründung des Protestantenvereins hatte S. nam- haften Anteil. Unter seinen Schriften sind hervorzu- heben: »Über das Wesen der Religion (Halle 1847); Lessing als Theolog (das. 1854); Zur Geschichte der neuern Theologie (Leipz. 1856, 4. Aufl. 1869); Predigten aus der Gegenwart (8 Sammlungen, das. 1859-83). Vgl. Rudloff, Karl S. (Gotha 1886).
Schwarza, Fluß im Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, entspringt auf dem Thüringer Wald, unweit der meiningischen Grenze, nördlich von Steinheide, verfolgt nordöstliche Hauptrichtung, nimmt die Katze, Lichte, Rinne und andre Bäche auf, dient zum Flößen, hat ein sehr starkes Gefälle, enthält treffliche Forellen, führt etwas Goldsand mit und fällt nach einem 45 km langen Lauf bei dem Flecken S. zwischen Saalfeld und Rudolstadt links in die Saale. Das Schwarzathal, namentlich von Schwarzburg bis Blankenburg, gehört zu den romantischten Thälern des Thüringer Waldes; einer der schönsten Punkte desselben ist der Trippstein bei Schwarzburg (s. d.). Der Flecken S., Fürstentum Schwarzburg-Rudolstadt, Landratsamt Rudolstadt, an der Eisenbahn Großheringen-Saalfeld, hat eine evang. Kirche, Farbenfabrikation, Gerberei, Sägemühlen und 900 Einw.
Schwarzamsel, s. Drossel.
Schwarzawa, Fluß in Mähren, entspringt am böhmisch-mährischen Grenzgebirge, fließt in südöst licher Richtung, vereinigt sich unterhalb Brünn mit der ihr aus romantischem Thal zuströmenden Zwit tawa, heißt von da an Schwarza, nimmt sodann bei Seelowit die Cesawa auf und mündet, mit der von rechts kommenden Iglawa vereint, 160 km lang, bei Maschau in die Thaya.
Schwarzbach, Badeort im preuß. Regierungsbezirk Liegnių, Kreis Lauban, bei Wiegandsthal, 18 km 44
verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 14. Bibliographisches Institut, Leipzig 1889, Seite 689. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_b14_s0689.jpg&oldid=- (Version vom 12.7.2025)