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| verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 15 | |
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26 Sonatine Sonett. berger und Robert Volfmann behandelt. Vgl. Marx, Kompositionslehre, Tl. 3 (5. Aufl., Leipz. 1868); Faißt, Beiträge zur Geschichte der Klaviersonate (in der »Cäcilia, Bd. 25 u. 26, Mainz 1847); Bagge, Geschichtliche Entwickelung der S. (Leipz. 1880). Sonatine, s. v. w. kleine Sonate, leichtverständlich und leicht zu spielen; der erste Satz der S. hat ent- weder keine oder nur eine sehr kurze Durchführung, die Zahl der Säße ist meist 2 oder 3 (vgl. Sonate). Soncino (pr. fontschino), Dorf in der ital. Provinz Cremona, Kreis Crema, unweit des Oglio, hat ein altes Schloß, bekannt durch die Gefangenschaft und den Tod (1259) des Statthalters Ezzelino, Seidenbau und (1881) 3965 Einw. Sond.. bei botan. Namen Abkürzung für W. Sonder, Apotheker in Hamburg (Algen, Kapflora). Sonde (Specillum), dünnes, rundes, 12-28 cm langes Stäbchen, gewöhnlich aus Stahl oder Silber, an der Spitze abgerundet oder mit einem Knöpfchen oder Öhr versehen, dient zur Untersuchung von Wun- den, Geschwüren 2c., zum Einbringen von Scharpie oder Fäden oder als Leitungswerkzeug für schnei- dende Instrumente, in welchem Fall es der Länge nach gefurcht oder gerinnt ist (ohlsonde). Im Seewesen ist S. s. v. w. Senkblei. Sonderbund, der Bund der sechs ultramontanen Kantone der Schweiz (1845), der 1847 den Sonder- bundskrieg zur Folge hatte. S.Schweiz, S. 762. Sonderburg, Kreisstadt in der preuß. Provinz Schleswig-Holstein, auf der Insel Alsen und am Al- sensund, über welchen eine Schiffbrücke zum Festland führt, hat eine evang. Kirche, ein Schloß, ein Real- progymnasium, ein Amtsgericht, Eiſengießereien, Dampfmahlmühlen, Färbereien, ein Seebad, einen guten Hafen und (1885) mit der Garnison (ein Fü- filierbataillon Nr. 86) 5266 faft nur evang. Einwoh- ner. S. war schon 1253 vorhanden, brannte 1864 während der Belagerung der Düppeler Schanzen teilweise nieder und fiel 29. Juni d. J. mit dem Über gang der Preußen nach Alsen in deren Hände. Die Festungswerke sind neuerdings aufgegeben. Nach S. wird die apanagierte Linie der Herzöge von S. benannt (1.Schleswig-Holstein, S. 524). -
Sondersieche, s. v. w. Aussäßige, s. Aussat, S. 127. Sondieren, mit dem Senkblei (Sonde) die Tiefe ergründen; ausforschen, prüfen. Wappen von Sondershausen. Sondrio, ital. Provinz im N. der Lombardei, be- greift großenteils das bis 1797 zu Graubünden ge- hörige Veltlin, wird im N. von der Schweiz, im D. von Tirol und der Provinz Brescia, im Süden von Bergamo und im W. von Como begrenzt und umfaßt 3268, nach Strelbitsky 3123 qkm (56,7 DM.) mit (1881) 120,534 Einw. Das Land besteht der Haupt- sache nach aus den Thälern der obern Adda und der Mera, welche von mehreren Gebirgsgruppen der Al- pen (Bernina, Ortler- und Bergamasker Alpen) flankiert werden. Über das Gebirge führen im W. der Splügen, im D. das Stilffer Joch; auch münden hier die Straßen über den Maloja- und Berninapaß. Der Boden ist großenteils Weide und Wald (57,538 Hektar); das bebaute Land bringt Wein (1886: 119,200 hl, doch gute Sorten), etwas Getreide, viel Kartoffeln, Obst 2c. hervor; das Mineralreich liefert Eisen, Blei und andre Metalle und Mineralien. Ne- ben dem sehr beschränkten Ackerbau, der Vieh- und Seidenzucht und Holzgewinnung wird etwas Indu- ftrie (Seidenfilanden, Baumwollspinnerei, Metallin- duſtrie) und Handel betrieben. Durch die Eisenbah- nen Colico Sondrio und Colico-Chiavenna in Ber bindung mit der Dampfschiffahrt am Comerſee ist die Provinz in neuester Zeit dem Weltverkehr näher ge- rückt worden. Von Bedeutung find endlich die aus- gezeichneten Mineralquellen (vor allen die zu Bormio). Doch genügen die vorhandenen Erwerbsquellen nicht, so daß viele Bewohner alljährlich auswärts Beschäf= tigung suchen müssen. Die gleichnamige Haupt- stadt, malerisch an der Mündung des Mallero in die Adda und an der Bahn Colico-S. gelegen, hat ein königliches Lyceum und Gymnasium, eine technische Schule, ein Gewerbeinftitut, eine städtische Bibliothet, ein Nationalfonvift, ein großes Krankenhaus, ein schönes Theater, ein ehemaliges Kloster (jetzt Trau- benturanſtalt), Ruinen eines Schlosses, Seidenindu- strie, Töpferei (aus dem im Val Malenco gebrochenen Lavezstein), Handel und (1881) 3989 Einw. S. ist Sit eines Präfekten. Sondereigen, gesondertes Privateigentum im Ge- gensatz zum gemeinschaftlichen oder Gemeineigen. Sondergut (Einhands-, Rezeptiziengut), das Vermögen der Ehefrau, welches sie sich zur freien Verfügung vorbehält (s. Güterrecht 2c., S. 949). Sonderland, Johann Baptist, Maler und Ra- dierer, geb. 2. Febr. 1805 zu Düsseldorf und an der Akademie daselbst sowie auf Studienreisen in Paris, Holland und Frankfurt a. M. gebildet, zeichnete sich in seinen Genrebildern durch Reichtum der Erfin- dung, Lebendigkeit der Darstellung und naiven Hu- mor aus. Unter dem Titel: »Bilder und Randzeich- nungen zu deutschen Dichtern fertigte er eine große Anzahl radierter Blätter sowie auch die Illustratio- nen zu Reinics »Malerliedern«, zu Münchhausen von Immermann 2c. In den letzten Jahren seines Lebens wandte er sich ausschließlich der Illustration zu und schuf eine große Zahl von Aquarellfompofi- tionen, Lithographien nach eignen und fremden Dri- ginalen, Randzeichnungen 2c. Er starb 21. Juli1878.- Sonett (ital., Klang gedicht), fleines Gedicht von Sein Sohn Friedrich S., geb. 20. Sept. 1836 zu bestimmter Form, bestehend aus 14 (in der Regel Düsseldorf, ist ebenfalls ein begabter Maler, der be- iambischen) Zeilen, von denen die ersten 8 und die sonders im humoristischen Genre hervorragend ist. letten 6 miteinander reimen und zwar so, daß die 8 Sonderling, Schmetterling, s. Aprikosenspinner. ersten, in zwei Strophen von je 4 Zeilen zerfallend Sondernachfolge, f. Rechtsnachfolge. (Quaternarien oder Quatrains), nur zwei Reime haben, welche je viermal anklingen und in dem Ver- hältnis der Heimumschlingung zu einander
Sondershausen, Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Schwarzburg-S., in der sogen. Unterherrschaft, am Fuß der Hainleite, an der Wipper und der Linie Nordhausen-Erfurt der Preußischen Staatsbahn, hat 3 Kirchen, ein ansehnliches Residenzschloß
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| Wappen von Sondershausen. | |
mit Antiquitäten- und Naturaliensammlung und schönem Garten, ein Gymnasium, eine Realschule, ein Schullehrerseminar, ein Konservatorium, ein Theater, ein Zeughaus, ein Landeskrankenhaus, Nadelfabrikation, 2 Dampfziegeleien, eine Dampfschneidemühle und (1885) 6336 meist evang. Ein- wohner. S. ist Siz der obersten Landesbehörden, eines Landratsamtes und eines Amtsgerichts. Vor der Stadt liegt das Loh, ein Vergnügungsort, und unweit von S. auf der Hainleite das Jagdschloß Possen (s. d.).stehen
verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 15. Bibliographisches Institut, Leipzig 1889, Seite 26. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_b15_s0026.jpg&oldid=- (Version vom 12.7.2025)
