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| verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 17 | |
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Aalbrut auf ihrer Wanderung nicht erreicht, hat man mit solcher besetzt, die in den Mündungen des Po und der Flüsse der französischen Küste gefangen wurde; auch ist ein groß angelegter Versuch gemacht, das Donaugebiet mit Aalen zu besetzen. Man hat im obern Donaugebiet Weibchen ausgesetzt und eine große Anzahl erwachsener Aalmännchen aus der Nordsee ins Schwarze Meer gebracht. Die Ansichten über die Nahrung der Fische haben eine wesentliche Wendung durch die Untersuchungen von Susta erfahren. Er hat nachgewiesen, daß von unsern Süßwasserfischen fast kein einziger sich direkt von Pflanzen ernährt. Es scheint, als ob die Fische nicht im stande seien, rohes Stärkemehl zu verdauen. Nur einige Cyprinoiden, Rotauge und Döbel nehmen nach Susta Pflanzennahrung zu sich, doch auch diese Ausnahmen sind zweifelhaft. Alle übrigen Fische sind Fischfresser (Raubfische), die große Mehrzahl aber (Friedfische) nährt sich von allem möglichen Wassergetier, Fischlaich und Fischbrut nicht ausgeschlossen, namentlich von Kopepoden, Daphniden und Dipterenlarven.
Fismes, (1886) 3040 Einw.
Fixsterne. Da in den letzten Jahren viele Doppelsternbahnen neu berechnet, auch mehrere F. mit kurzer Umlaufszeit aufgefunden worden sind, so geben wir statt der im Artikel „Fixsterne“ (Bd. 6) mitgeteilten die umstehende Tafel von Doppelsternbahnen (S. 323). Die Zeichen ☊, λ, … haben dieselbe Bedeutung wie im Hauptartikel „Fixsterne“. Der in der Tabelle erwähnte Stern ζ im Krebs hat lange für einen dreifachen Stern gegolten, bestehend aus einem Hauptstern A 5,0. Größe, einem nahen Begleiter B 5,7. Größe und einem ferner stehenden 5,3. Größe, alle drei von gelblicher Farbe. Die angegebenen Elemente beziehen sich auf den Umlauf von B und A. Der Stern C hat seinen Positionswinkel gegen A und B seit W. Herschels Zeit um ungefähr 55° geändert, dabei nahezu den gleichen Abstand von 5,5″ behaltend; die Bewegung erfolgt aber nicht immer in demselben Sinn, sondern zeitweilig im entgegengesetzten, was sich am einfachsten durch die Annahme eines von C nur um wenige Zehntel einer Bogensekunde abstehenden Begleiters erklärt, den man allerdings noch nicht beobachtet hat. Seeliger, der dieses System mehrfach bearbeitet hat, findet für die Umlaufszeit von C um den gemeinsamen Schwerpunkt 18 Jahre.
✽ Flachsbereitung. Die Gewinnung der Spinnfasern aus den Stengelgewächsen, insbesondere dem Flachs und dem Hanf, erfolgt allgemein durch das Rotten, Brechen, Schwingen und Hecheln, also durch Operationen, welche gewaltsame mechanische Einwirkungen, damit ein häufiges Zerreißen der Fasern, einen verhältnismäßig großen Verlust und nur eine kleine Ausbeute an den wertvollern langen Fasern bedingen, wenn sie auf den gewöhnlichen hierzu dienenden Maschinen zur Ausführung gelangen, unter welchen namentlich die Brechmaschinen am nachteiligsten arbeiten. Die besonders schonende Behandlung dagegen, welche das Fasermaterial erfährt, wenn dasselbe, statt geknickt zu werden, nur der Wirkung stechender Zinken oder Nadeln unterliegt, äußert sich vor allem in dem geringen Abgang von kurzen Fasern, der im Verlauf der Weiterverarbeitung erfolgt, gegenüber dem Verlust durch das Brechen. Da außerdem das Zerstechen der bandartig zusammenhängenden Gefäßbündel des Bastes eine für die spätere Bearbeitung sehr erwünschte Auflockerung herbeiführt, so ist begreiflich, daß die zahlreichen Verbesserungen und Neukonstruktionen der Brechmaschine von dem seit 1885 bekannt gewordenen, in der sogen. Schäbestechmaschine verwirklichten System übertroffen werden, das auf dem Prinzip des Stechens beruht. Die hierbei zur Verwendung kommenden Werkzeuge bestehen aus einem Paar viereckiger Platten ab (Fig. 1),
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| Fig. 1. Stechplatten. | |
die auf ihrer innern Seite mit kegelförmig zugespitzten Zinken oder Nadeln in zwölf Reihen so besetzt sind, daß die Nadeln zwischeneinander treten und an möglichst vielen Stellen das Material durchstechen, welches von einer Kluppe B gehalten, von oben eingehängt und nach jedem Stoß in der Richtung des Pfeiles p etwas vorgerückt wird. Zum Abstreifen des Materials und der aufgespießten Holzteilchen dienen
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| Fig. 2. Stechmaschine. | |
zwei feststehende Roste r1 und r2, deren Stäbe mit den Nadelreihen parallel laufen u. an den Nadeleintrittsseiten abgeschrägt sind, um den Eintritt der Nadeln zu sichern. In der Schäbestechmaschine (Fig. 2) hängen diese Platten mit den Schwingen aa an den Wellen b1 und b2 u. erhalten ihre Pendelbewegung (230mal in der Minute) von Kurbelzapfen der Wellen d1 und d2 durch die Lenkstangen ee. Die Träger ff stützen die Roste. Die sonst allgemein bei den Brechmaschinen übliche, höchst unvorteilhafte Methode, die Risten mit der Hand einzuführen, ist bei dieser Maschine ebenfalls beseitigt durch Anbringung einer auf und ab steigenden Bahn B1, welche Wanderkluppen (wie bei den Hechelmaschinen) aufnimmt, die, an einer Seite auf die Bahn gelegt, nach jeder Hebung der letztern von einer endlosen Kette der andern Seite um eine abzupassende Länge zugeschoben werden. In der Regel enthält eine solche Maschine vier Paar Platten mit Nadeln von 80 mm Länge und von absteigender Feinheit (2,8, 2,5, 2,0, 1,8 mm Durchmesser). Der Erfinder (Cardon) dieser Maschine hat dieselbe außerdem für die F. mit einer Schwingmaschine in der Weise kombiniert, daß die Risten in ununterbrochener Reihenfolge auf einer allen zwei unmittelbar nebeneinander gerückten Maschinen gemeinschaftlichen Kluppenbahn ohne Umspannen bewegt werden, so daß die Maschine sogen.
verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 17. Bibliographisches Institut, Leipzig 1890, Seite 324. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_b17_s0328.jpg&oldid=- (Version vom 25.12.2025)

