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| verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 17 | |
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und der Ausführung aus. Hervorzuheben sind: die Plejade, Undine, das Porträt George Peabodys, die Kinder Longfellows, Sheridan und sein Pferd. Als Dichter hat sich R. durch „Lays and ballads“ (1848), „The new pastoral“ und das patriotische Lied „Sheridan’s ride“ bekannt gemacht. Außerdem veröffentlichte er eine Anthologie: „The female poets of America“ (7. Aufl., Philad. 1857, mit eignen Illustrationen). Eine Gesamtausgabe seiner Dichtungen erschien zu New York 1866 in 3 Bänden (neue Ausg. in 1 Bd., 1883).
✽ Reber (spr. rö̆bähr), Henri, franz. Komponist, geb. 21. Okt. 1807 zu Mülhausen i. Els., war ursprünglich für den Kaufmannsstand bestimmt, ging dann aber zur Musik über und studierte von 1828 an im Pariser Konservatorium unter Lesueurs Leitung die Komposition. Seine ersten Werke bestanden aus Kammermusikwerken (Op. 1: Quintett für Streichinstrumente; weiterhin folgten 3 Streichquartette, 7 Klaviertrios, ein Klavierquartett, viele Werke für Klavier und Violine, Klaviersachen, Lieder etc.), aus Ouvertüren und Orchestersuiten, denen später 4 Symphonien sowie endlich die Opern: „La nuit de Noël“ (Christnacht), „La père Gaillard“, „Les papillotes de Mr. Benoist“ (1 Akt), „Les dames capitaines“ und das Ballett „Der verliebte Teufel“ folgten. Seit 1853 Mitglied der Akademie und seit 1862 Kompositionsprofessor am Konservatorium, starb er 24. Nov 1880.
Rechbauer, Karl, österreich. Politiker, starb 5. Jan. 1889 in Graz, nachdem er sich in den letzten Jahren vom öffentlichen Leben zurückgezogen hatte.
✽ Rechnungsdefekte, die Beträge, um welche nach Befund einer Rechnungsprüfung wirkliche Vereinnahmungen und Verausgabungen von denjenigen abweichen, welche ordnungsmäßig nach den Anweisungen und Rechnungsbelegen hätten erfolgen sollen. Solche R. sind auf Grund des Rechnungsbescheids der Kontrollbehörde (Oberrechnungskammer) nachträglich noch zu verausgaben, bez. wieder zu vereinnahmen. Die hierbei erfolgenden Rückgewährungen von Einnahmen sowie die nachträglichen Auszahlungen von Beträgen, um welche Ausgaben zu niedrig waren, heißen Rechnungsvergütungen. Ergeben sich solche R. bei der Prüfung von Registern, insofern die Gesamtsumme der in denselben aufgeführten Posten mit den in der Vorrechnung enthaltenen Beträgen nicht übereinstimmt, so nennt man sie Registerdefekte.
✽ Recke, 2) Ernst von der, dän. Dichter, geb. 14. Aug. 1848 zu Kopenhagen, studierte von 1866 an Naturwissenschaften, namentlich Chemie, bis er ins Militär eintreten mußte. Noch nicht 24 Jahre alt, schrieb er das erfolgreich aufgeführte Drama „Bertran de Born“ (1873, 3. Aufl. 1884), dem „Lyriske Digte“ (1876), das Trauerspiel „Kong Liuvigild og hans Sönner“ und die dramatische Skizze „Archilochos“ (beide 1878), endlich das Trauerspiel „Knud og Magnus“ (1881), „Smaadigte“ (1883) und „Spredte Blomster“, Gedichte (1885), folgten. Seine Dichtungen bekunden ein hervorragendes dramatisches Talent, obschon sie sich weniger durch Originalität des Gedankens als durch lebendige Frische, bilderreiche Sprache und wohlklingenden Vers auszeichnen. Auch schrieb er: „Principerne for den danske Verskunst“ (1881) und „Dansk Verslære“ (1885).
✽ Record (engl.), im Sportwesen eine beglaubigte Leistung; im Rennen die Zeit, in welcher ein solches gewonnen wurde.
✽ Redern, 2) Heinrich, Graf von, Bruder des 1883 gestorbenen Grafen Friedrich Wilhelm v. R., geb. 1804, war 1827–67 Diplomat in preußischen Diensten, dann Obergewandkämmerer und starb 23. Okt. 1888.
✽ Redgrave (spr. réddgrēw), Richard, engl. Maler, geb. 30. April 1804 zu Pimlico (London), trat 1826 in die Kunstakademie und bildete sich zum Genremaler aus. Seine Hauptwerke sind: Gulliver an der Tafel eines Pachters (1837), die Tochter des verarmten Edelmanns (1840), der Sonntagsmorgen, die Rückkehr Olivias zu ihren Eltern und die Vettern aus der Provinz (1848, beide in der Nationalgalerie zu London), der arme Schullehrer (1843), die Näherin (1844), die Gouvernante, die Sklaven der Mode (1847), die Flucht nach Ägypten (1851), die verirrte Herde (1861), der Weg durchs Gehölz (1863), die Buße der Jane Shore (1864), die Erwartung, der Mühlenteich, der Aufbruch zum Festtag, die Quelle im Wald. 1851 zum Mitglied der Kunstakademie erwählt, wurde er mit der Organisation des South Kensington-Museums beauftragt. Mit seinem Bruder Samuel (dem Verfasser des „Dictionary of artists of the English school“, 2. Aufl. 1878) gab er heraus: „A century of painters of the English school“ (1866, 2 Bde.; abgekürzte Ausg. 1890). Für die „South Kensington handbooks“ schrieb er ein „Manual of design“ (1876). Er starb 14. Dez. 1888.
✽ Reeve (spr. rihw), Henry, engl. Schriftsteller, geb. 1813 zu Norfolk, in Genf und München erzogen, wurde 1837 als Registrator des Staatsrats angestellt und übernahm 1855 die Leitung der „Edinburgh Review“, wodurch er lange Zeit einen bedeutenden Einfluß auf die Litteraturverhältnisse ausübte. Außer der Übersetzung von Werken Tocquevilles und Guizots veröffentlichte er: „Whitelock’s journal of the Swedish embassy in 1653–54“ (1855), „Royal and republican France“, Essays (1872, 2 Bde.), und besorgte auch die von seinem Vorgänger Greville begonnene Herausgabe des für die Geschichtsforschung wichtigen „Journal of the reigns of King George IV. and King William IV.“ (1874, 3 Bde.). Das Institut de France erwählte R. 1865 zum Mitglied, und die Universität Oxford verlieh ihm 1869 den Doktorgrad.
✽ Regelsberger, Ferdinand, Zivilrechtslehrer, geb. 10. Sept. 1831 zu Gunzenhausen, studierte in Erlangen und Leipzig, habilitierte sich 1858 in Erlangen, ward 1862 zum außerordentlichen Professor ernannt, 1863 als ordentlicher Professor nach Zürich, 1868 in gleicher Eigenschaft nach Gießen, 1872 nach Würzburg, 1881 nach Breslau und 1884 nach Göttingen berufen. Er schrieb: „Zur Lehre vom Altersvorzug der Pfandrechte“ (Erlang. 1859); „Zivilrechtliche Erörterungen“ (Wien 1868); „Bayrisches Hypothekenrecht“ (Leipz. 1874–77, 2 Bde.); „Allgemeine Grundsätze über Handelsgeschäfte“ (in Endemanns „Handbuch des deutschen Handels-, See- und Wechselrechts“, Bd. 2, das. 1882).
Regenwurm. Bald nach dem Bekanntwerden der wichtigen Rolle, welche nach Darwins Versuchen die Regenwürmer in Bezug auf die Bewegung und Fruchtbarmachung der obersten Erdschicht spielen, wurden einige Erdwürmer (Riesenwürmer) wärmerer Länder bekannt, welche die unsrigen sowohl an Körpergröße als durch die geleistete Arbeit weit übertreffen. So beschrieb King Regenwürmer von Ceylon, die bei 1,5 cm Durchmesser und 70 cm Länge Erdhaufen von 125 g Gewicht über ihrer Öffnung auftürmten, C. Keller beobachtete auf Madagaskar einen R. (Geophagus Darwinii) von 1 m Länge und Mc Coy einen solchen in Gippsland (Australien),
verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 17. Bibliographisches Institut, Leipzig 1890, Seite 698. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_b17_s0703.jpg&oldid=- (Version vom 14.3.2026)