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| verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 8 | |
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wohner danach Highlanders (»Hochländer<) genannt werden.
High life (engl., spr. hei leif), »hohes (vornehmes) Leben; auch 1. v. w. die vornehme Welt.
Highness (engl., spr. heines, Hoheit), bis zu Hein- rich VIII. Anrede an den König von England (Your H.), an Stelle bes jetzigen: Your Majesty. Dage gen ist Royal H. (Königliche Hoheit) auch jetzt noch der Titel der königlichen Prinzen und Prinzessinnen.
High Steward (engl., spr. hei stju-erd), ein vom Kanzler der engl. Universität ernannter hoher (rich- terlicher) Universitätsbeamter; Lord H. (Steward of England), bei dem höchsten englischen Gerichtshof (Court of the Queen in Parliament) für bestimmte Fälle besonders ernannter Präsident; Lord H. of England, Großhofmeister von England, ein seit der Thronbesteigung des Hauses Lancaster abgeschafftes Amt, das jetzt nur noch bei Krönungsfesten für einen Tag wieder auflebt.
High-tory (engl., spr. heistöri), Hochtory, Aristo- frat vom reinsten Wasser; vgl. Tory.
Highwaymen (engl., spr. het'we-men, »Hochweg- [Landstraßen-] Männer«), vermummte, berittene Straßenräuber, die früher besonders die Gegend um London unsicher machten. Ihre Kühnheit und Ritter- lichkeit gab ihnen einen gewissen romantischen Ruf, daher die Balladen, worin die Thaten eines Claude Duval und andrer berühmter H. besungen wurden, bei dem englischen Volk sehr beliebt waren.
Higl, s. Grundwasser.
Bijar (spr. i-char), Bezirksstadt in der span. Provinz Teruel, am Fluß Martin und an der Eisenbahn Sa- ragoffa-H., mit (1878) 3191 Einw., gibt einer Herzogs- familie den Namen.
Hitwa, s. Leopoldsee.
Hilali, Bedr-ed-din, pers. Dichter der spätern Zeit, geboren zu Astrabad, kam früh nach Herat, wo ihn der vielgepriesene Mir Ali Schir beschüßte, ging später nach Irak und Aserbeidschan und ward, nach Herat zurückgekehrt, als der Häresie verdächtig 1532 hingerichtet. Seine Werke bestehen in lyrischen Gedichten von großer Bartheit (»Diwan, lithogra- phiert Khanpur 1864) und drei Mesnewis oder dop- pelt gereimten epischen Gedichten: »Eigenschaften der Liebenden«, »Leila und Medschnun« und »König und Derwisch. Das letzte ist das berühmteste und im Orient weit und breit beliebt; Bartheit der Empfin- dung und reicher Farbenschmelz in poetischen Beschrei- bungen zeichnen es aus. Eine metrische Übersetzung desselben gab H. Ethé in seinen »Morgenländischen Studien (Leipz. 1870).
Hilarien (griech., Hilaria), ein Fest der Magna Mater und des Attis, heitern Charakters, bei den Römern 25. März gefeiert.
Hilarion, der heilige, der angebliche Begründer des Mönchswesens in Syrien, soll nach der Legende, d. h. dem Roman, den Hieronymus in der »Vita Hi- larionis vorträgt, 292 zu Tabatha in Palästina ge- boren, in Alexandria unterrichtet und, zum Christen- tum bekehrt, zum heil. Antonius in die Wüste ge- gangen sein, nach seiner Rückkehr sein väterliches Erbe verschenkt und 22 Jahre lang in der Wüste zwi- schen Gaza und Ägypten als Einsiedler gelebt haben. Der Ruf seiner Heiligkeit und Wunderthätigkeit soll ihm viele Nachfolger verschafft und er sich später nach Ügypten und endlich nach Cypern begeben haben, wo er 372 starb. Sein Tag ist der 21. Oftober. Die neueste Forschung hat davon nichts übriggelassen als den Namen. Vgl. Israel in der Zeitschrift für wissenschaftliche Theologie< 1880. Hildburghausen
Hilarität (lat.), Heiterkeit.
Hilarius, 1) H. Pictaviensis, einer der eif- rigsten Verfechter des Athanasianischen Lehrbegriffs im Abendland, geboren um 300 zu Pictavium (Poi tiers) von heidnischen Eltern. Um 350 zum Bischof in seiner Vaterstadt erwählt, wurde er unter dem arianisch gesinnten Kaiser Constantius 356 nach Phrygien verwiesen. 360 in sein Amt zurückgekehrt, wirfte er in demselben Sinn bis zu seinem 366 er- folgten Tod. Er gehört zu den Vermittlern zwischen der abendländischen und morgenländischen Kirche. Außer im Geiste des Origenes abgefaßten Kommen taren über neu- und alttestamentliche Schriften ver faßte er namentlich im Eril die große Streitschrift »De trinitate«, eigentlich »De fide (12 Bücher). Pius IX. hat ihn 1851 zum Doctor ecclesiae pro- moviert. Die beste Ausgabe seiner Werke ist von den Benediktinern (Par. 1693, neue Ausg. 1844-45). Vgl. Reinkens, H. von Poitiers (Schaffh. 1864); Balzer, H. von Poitiers (Rottw. 1881). 2) H., der Heilige, seit 429 Bischof von Arelate (Arles), besonders durch die Verteidigung seiner Me- tropolitanrechte gegen den Papst Leo I. (s.b.) bekannt; er starb 449. 3) Röm. Bischof, Nachfolger Leos I. seit 461, nach- dem er denselben schon auf der Synode zu Ephesos 449 vertreten hatte. Er verteidigte die römische Recht- gläubigkeit gegen das byzantinische Kaisertum und erreichte auch den Supremat des römischen Stuhls über die meisten gallischen und spanischen Bischöfe; starb 468.
Hilarodie (lat.), Freudengesang.
Hilaratragedie (griech., heitere Tragödie-), eine von dem Tarentiner Rhinton (s. d.) erfundene Art von Komödien, welche in der Travestie tragischer Stoffe bestand; Mischspiel von Scherz und Ernst.
Hilchenbach, Stadt im preuß. Regierungsbezirk Arnsberg, Kreis Siegen, an der Ferndorf und der Linie Kreuzthal-H.-Laasphe der Preußischen Staatsbahn, 406 m ü. M., hat ein Amtsgericht, eine Oberförsterei, bedeutende Sohllederfabrikation (jährlicher Umsag etwa 2 Mill. Mt.), Leimfabriken, Furnierschneiderei und (1885) 1798 meist evang. Einwohner. In der Nähe bedeutender Bergbau auf Eisenerze (Stahlberg bei Müsen), verbunden mit wichtiger Eisengießerei und Maschinenfabrikation (in Dahlbruch, Müsen 2c.), Dampffilzfabrik in Haarhausen, Pulvermühlen in Helberhausen und das Dorf Grund, der Geburtsort von Jung-Stilling; über demselben, auf dem Rande des Rothaargebirges, die Ruinen des Schloffes Giesberg, vormals dem Fürsten von Oranien Nassau-Siegen gehörig.
Hildbold von Schwangau, Minnesänger, aus ritterlichem Geschlecht in Bayern, dessen Stammsiz das heutige Hohenschwangau war, lebte im 13. Jahrh. Er ist einer der spätesten deutschen Minnesänger, die in ihren Liedern die französischen Formen und Rhyth men nachahmen, während zu seiner Zeit der deutsche Minnegesang schon eine selbständige Entwickelung genommen hatte. Seine Lieder gab Schrott heraus (mit Übersetzung, Augsb. 1871).
Hildburghausen, Kreisstadt im Herzogtum Sachsen-Meiningen, 372 m ü. M., an der Werra und der Linie Eisenach-Lichtenfels der Werrabahn, in einem weiten Thal, besteht aus der Altstadt und der kleinern, von französisch-reformierten Flüchtlingen 1710 angelegten Neustadt, hat 2 evangelische und eine kath. Kirche, eine Synagoge, ein Schloß (1685-95 erbaut, jetzt Kaserne) mit einem Bark (dem sogen. Irrgarten, worin ein Denkmal der Königin Luise von Preußen); ferner
verschiedene: Meyers Konversations-Lexikon, 4. Auflage, Band 8. Bibliographisches Institut, Leipzig 1887, Seite 526. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Meyers_b8_s0526.jpg&oldid=- (Version vom 21.7.2025)