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| Friedrich Ferdinand Klix: Zum 25jährigen Stiftungsfeste des Kamenzer Bienenzüchter-Vereins | |
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Steh’ ich vor einem Bienenhaus,
Wo reges Leben, ein und aus,
Denk’ ich, wie ist dieß Volk beglückt,
Das sich in Lieb’ und Wärme drückt!
Summt lustig dann das Chörchen gar,
Und klingt das einfach, aber klar,
So mein ich: O, die singen rein,
Als hätten sie — Gesangverein.
Kehrt heim ein Bienchen von der Flur, —
Es sammelte vom Besten nur, —
Mach’ ich als Menschenkind den Schluß:
Nur Edles man erstreben muß!
Seh’ ich, wie da ein Immchen wiegt,
Daß sich der schlanke Halmen biegt,
Denk’ ich: Wie Viele thun also,
Sie wiegen sich im Glücke froh!
Zieh’n Bienchen hin nach einem Ort
Und bleiben ziemlich lange dort,
So kommt mir der Gedanke ein:
Dort muß so ’was wie „Baiersch“ sein.
Wenn mich in Angst ein Bienchen sticht,
Da zürne ich dem Thierchen nicht,
Denn ach, viel Feinde, groß und klein,
Dringen als Menschen auf uns ein.
Friedrich Ferdinand Klix: Zum 25jährigen Stiftungsfeste des Kamenzer Bienenzüchter-Vereins. , Kamenz 1877, Seite 3. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Tafellieder_f%C3%BCr_Kamenzer_Bienenz%C3%BCchter.pdf/3&oldid=- (Version vom 15.6.2025)