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Ja, ich wüsste wohl schon Einen,
Der erzöge gern die kleinen
Und die grossen Raupen auch,
Frässen sie selbst Knobelauch,
:|: Wie die poln’schen Juden. :|:
Folglich mag man sie nicht töten,
’s ist auch wahrlich nicht vonnöten,
Unsre Gärten steh’n so schön.
Prächtig ist es anzuseh’n
:|: Hier in Kleinmanchester. :|:
Frägst du jetzt nach Philodéndrum
Sélloum, sei’s auch speciósum,
Murra-ý-a dépressa,
Nértera exótica,
:|: Alles kannst du haben. :|:
Pancratíum caribaéum
Und Caládium hybrídum
Gálanthes Elwésii
Solche Namen hört’ ich nie
:|: Sonsten hier in Chemnitz. :|:
Die sind uns jetzt ganz geläufig,
Denn man findet sie sehr häufig
Hier in unsern Gärtnerei’n.
Wem verdankt Ihrs? – Dem Verein
:|: Für das Erzgebirge. :|:
Darum sind wir auch so heiter,
Und wir streben immer weiter. –
„Unsre Gärten sonst und jetzt?“ –
Diese Schart’ ist ausgewetzt,
:|: ’s ist doch heut ganz anders. :|:
Und zum Ausdruck unsrer Freude
Jeder sich sein Glas bereite!
Trinket aus, ruft laut beim Wein:
„Hoch der Gartenbauverein
:|: Für das Erzgebirge!“ – :|:
P.
P.: Zweites Tafellied gesungen am 25jährigen Stiftungsfeste des Erzgebirgischen Gartenbauvereins zu Chemnitz am 27. November am 1884. J. W. Geidel, Chemnitz 1884, Seite 2. Digitale Volltext-Ausgabe bei Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=Seite:Zweites_Tafellied_Erzgebirgischer_Gartenbauverein_1884.pdf/2&oldid=- (Version vom 10.3.2026)