Ständchen (Bürger)

Ständchen.
Im Julius 1775.


     Trallyrum larum höre mich!
Trallyrum larum leier!
Trallyrum larum! das bin ich,
Schön Liebchen, dein Getreuer!

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Schleus auf den hellen Sonnenschein,

In deinen zwei Gukäugelein!

     Durch Nacht und Dunkel komm’ ich her,
Zur Stunde der Gespenster.
Es leuchtet längst kein Lämpchen mehr,

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Durch stiller Hütten Fenster.

Nichts wachet mehr, was schlafen kan,
Als ich, und Uhr, und Wetterhahn.

     Auf seiner Gattin Busen wiegt
Sein müdes Haupt der Gatte;

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Wol bei der Henne ruht vergnügt

Der Hahn auf seiner Latte;
Der Sperling unterm Dache sizt
Bei der geliebten Sie anizt.

     Wann, o wann ist auch mir erlaubt,

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Daß ich zu dir mich füge?

Daß ich in süsse Ruh’ mein Haupt
Auf deinem Busen wiege?
O Priesterhand, wann führest du
Mich meiner Herzgeliebten zu?

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     Wie wolt’ ich dann herzinniglich,

So lieb, so lieb dich haben!
Wie wolt’ ich, o wie wolt’ ich mich,
In deinen Armen laben!
Gedult! die Zeit schleicht auch herbei.

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Ach, Trautchen, bleib mir nur getreu!

     Nun lyrum larum gute Nacht!
Gott mag dein Herz bewahren! –
Was Gott bewahrt ist wol bewacht. –
Daß wir kein Leid erfahren.

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Ade! schleus wieder zu den Schein,

In deinen zwei Gukäugelein!