Still zu deinem Buche greifst du


[101]

 CLXVI.

Still zu deinem Buche greifst du,
     Zum Pokale greift Hafis;
Zur Vollendungskrone reifst du,
     Zum Verderben reift Hafis.

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In gewohnter Schranke bleibst du,

     Ein geduldig frommes Schaf;
Als ein Leu aus seinem Gitter
     In die Wilde schweift Hafis.

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Eitel gute Werke häufst du,
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     Strahlender Verdienste Berg;

Fürchterlich zu aller Stunde
     Seine Sünden häuft Hafis.

Viele fromme Herzen stärkst du
     Durch gelehrten Unterricht;

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Mächtiglich in aller Thorheit

     Alle Thoren steift Hafis.

Mörderische Klingen schleifst du,
     Ziehend in den Ketzerkrieg;
Seine Versediamanten,

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     Seine schönen, schleift Hafis.


Hoch hinauf zum Himmel steigst du
     Als ein qualmend Rauchgewölk;
Eine frische Felsenquelle,
     Tief zu Thale läuft Hafis.

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Fass’ ich es in  eine  Stanze;

     Ewig, o du armer Mann,
Träufst du nur von Bitterkeiten,
     Und von Süße träuft Hafis.