Streik (Kämpchen)

[116] Streik.

Tief unten im Grunde,
Im schwarzen Geklüfte,
Im Reiche der Grüfte,
Da ist es zur Stunde

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Unheimlich geschäftig,

Da regt es sich kräftig
Mit starkem Gähren,
Da will gebären
Die grimme Wöchnerin „Bergmannsnot“

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Den Streik, den Riesen, der wieder droht. –

Vor kurzem noch, ihr habt es gesehn,
Ließ er die Räder stille stehn. –
Als er sich reckte in jähem Prall,
Tot lagen die Werke, die Schächte all’. –

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Da klang kein Hammer im weiten Rund,

Kein Wagen entstieg dem schwarzen Schlund,
Da stockte alles mit einem Schlag,
Da herrschte der lange Feiertag,
Der grimme Riese schwang sein Schwert

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Und Kirchhofsruhe war eingekehrt. –

– – – Gibt’s ein Beschwören,
Und wollt ihr wehren
Dem wilden Drange,
So säumt nicht lange

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Und stillt die Not

Um Fleisch und Brot
Aus eurem Schatz
Durch Lohnzusatz –
Sonst wird das Grollen

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In Schacht und Stollen

Durch „Nichtgewähren“
Den Streik gebären. –