Tafellied Hebammenverein Bautzen
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Melodie: Stimmt an mit hellem, hohen Klang ...
Es wird bei jedem Festeßmahl
Gesang stets Frohsinn bringen;
Drum lasset uns aus voller Brust
Jetzt auch ein Liedlein singen.
Trotz knapper Kasse wollen wir
In Stimmung doch geraten;
Wir sind gemüthlich unter uns,
Denn: Herren sind nicht geladen.
Die Vorstandin, Frau Engemann,
Sitzt da mit würd’ger Miene,
Sie ist auch allen uns bekannt
Als die „Geburtsmaschine“.
Kollegin Pietsch in Seidau wohnt,
Das will ihr nicht behagen,
„Entschuld’gen Sie, jetzt Budissin“
Hört man sie stolz oft sagen.
Sie leidet als Kassiererin
Gar oftmals schwere Qualen,
Bedenket dies und dankt es ihr
Durch pünktlich Steuerzahlen.
Frau Börner ist Schriftführerin,
Wie’s keine je gewesen,
Doch möcht in der Versammlung sie
Das Protokoll verlesen.
Wer Frau Folwarezny „holen“ ließ
Hat Schwerzen kaum empfunden,
Sie hat fast jede Wöchnerin
Stehts „wirklich hübsch entbunden“,
„Ich werd’ zu dick“, Frau Kretzschmar denkt,
„Zu eng wird mir das Mieder“,
Drum steigt sie auf den Scheibenberg,
Kommt – 5 Pfund schwerer wieder.
Als Dichterin Frau Näther hat
Humor und Witz auf Lager.
Sie bietet heute sicherlich
Uns einen neuen „Schlager“.
Es freut Kollegin Koban sich
Auf’s „Tänzchen“ schon mit Wonne,
Weil sie so zierlich ist und klein
Und schlank wie eine T – anne.
Laßt auf Frau Heide-Stacha jetzt
Noch unsre Blicke lenken.
Wir werden ihrer Treue stets
In Dankbarkeit gedenken.
Was führ’n die Schwestern auf dem Land
Doch für ein schönes Leben.
„Speckbauern“ und ein „Kränzchen“ auch
Soll es dort öfters geben.
Man würde auch von ihnen heut’
Sehr gern noch etwas singen.
Aus Mangel an dem nötgen Stoff
Kann’s aber nicht gelingen.
Nun lasset uns das schöne Fest
Recht ungetrübt genießen
Und Freundschaft und Geselligkeit
Mit einem Schluck begießen.
Was auch die Zeit an Freund und Leid
Uns möge noch enthüllen,
Wir werden uns’re schwere Pflicht
Gewissenhaft erfüllen.