Tafellied im ökonomischen Verein zu Chemnitz
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In der letzten Versammlung des ökonomischen Vereins zu Chemnitz ward ein Tafellied gesungen, das seines geistreichen Inhalts wegen größere Verbreitung verdient.
Mel. Wo Muth und Kraft in deutscher Seele flammen.
Wo eine deutsche Hand des Feldes Fluren
Mit deutschem Fleiße rastlos pflegt und baut,
Da sieht der Blick des Wohlstands sichre Spuren
Allüberall, wohin er immer schaut.
Giebt Gott nur seinen Segen
In Sonnenschein und Regen,
Dann muß uns aus des Landbau’s schweren Mühen
Des Vaterlandes Glück und Stolz erblühen.
Denn wo der Stier, die Acker umzupflügen,
An seinem (deutschen?) Joch die schwere Furche zieht,
Da wird Dich nimmer der Gedanke trügen,
Daß dort auch Handel und Gewerbe blüht!,
Giebt Gott nur seinen Segen etc.
Und wo den schwerbeladnen Erntewagen
Zur Tenne zieht des Rosses schnelle Kraft,
Da ist der Sitz der Musen aufgeschlagen,
Da blühen sicher Kunst und Wissenschaft.
Giebt Gott nur seinen Segen etc.
Drum Heil den Männern, die den Landbau ehren,
Dem König Heil, der diese Männer ehrt!
Denn ewig wird das Glück des Landes währen,
Dem Ackerbau den höchsten Stolz gewährt!
Laßt aus des Himmels Höhen
Den Segen uns erflehen,
Daß aus unserm eifrigsten Bemühen
Dem Vaterlande Glück und Stolz erblühen!
Ja, giebt Gott nur seinen Segen, so hoffen wir, von dem Dichter dieses Liedes, wahrscheinlich einem Freunde des gemäßigten Fortschrittes, noch mehrere solcher Produkte zu lesen.
Möge er uns bald damit erfreuen!