Taschenbuch zum geselligen Vergnügen

Bibliographische Informationen

Nachdem das Taschenbuch zum geselligen Vergnügen 1819 zum Verlag Göschen wechselte, entschied sich der bisherige Verlag Gleditsch, unter demselben Titel ein Konkurrenzprodukt herauszubringen. Ab 1819 erschienen daher jedes Jahr zwei völlig unterschiedliche Werke unter diesem Titel.[1]

  • Verlage und Verlagsorte
    • Leipzig : Breitkopf [1791]
    • Leipzig : Voß und Leo [1792–1794]
    • Leipzig : Voß [1795–1799]
    • Leipzig : Roch und Weigel [1800]
    • Leipzig : Hempel [1803–1806]
    • Leipzig : Niemann [1807–1808]
    • Leipzig : Gleditsch [1809–1814]
    • Leipzig : Gleditsch [1815–1818]
    • Leipzig : Göschen [1819–1828]
    • Leipzig: Hartmann [1829–1833]
    • Leipzig : Gleditsch [1819–1829] – Konkurrenzausgabe hg. von Wendt/Philippi
    • Wien : Gerold [1818-1823, 1826–1828]
    • Leipzig: Voß [1827–1829] – Konkurrenzausgabe hg. von Wendt/Philippi

Unklar:

Der angegebene Erscheinungszeitraum 1815–1842 ist unerwartet; der genannte Verlag (Wien: Milde) ist für die Zeitschrift sonst nicht bekannt. Veröffentlichungen nach 1833 wirken überraschend.


Digitalisate der Bände

Hrsg. von W. G. Becker (1791-1814) und Friedrich Kind (1815 ff.)

Hrsg. von Amadeus Wendt (1819–1825?) und Ferdinand Philippi (1826?–1829?)

Konkurrenzausgaben zu Becker/ Kind, die beim Verlag der vorausgehenden Jahre (Gleditsch) und später bei Leopold Voß - und parallel in Wien bei Gerold - erschienen (ohne Nennung der Herausgeber)

Einzelnachweise

  1. »Das Taschenbuch zum geselligen Vergnügen wurde 1791 von Johann Ernst Friedrich Wilhelm Müller begründet und zunächst von Wilhelm Gottlieb Becker herausgegeben. Die Gestaltung der Illustrationen erfolgte bis 1800 durch Daniel Chodowiecki, nach dessen Tod hauptsächlich durch Johann Heinrich Ramberg. Nachdem Becker 1813 plötzlich verstarb, wurde der Dichter Friedrich Kind sein Nachfolger. Er wechselte vom bisherigen Verleger Gleditsch zu Göschen. Der neue Inhaber des Verlags Gleditsch, Carl Friedrich Enoch Richter, beschloss daraufhin, ein eigenes Taschenbuch zu publizieren - unter dem gleichen Titel. (Unbenannter) Herausgeber dieser Reihe aus dem Gleditschischen Verlag war zwischen 1819 und 1825 der Leipziger Professor für Ästhetik und Philosophie, August Amadeus Wendt. So existierten einige Jahre lang zwei völlig unterschiedliche Taschenbücher zum geselligen Vergnügen nebeneinander.« – Ralph Alexander Schippan: Vom alltäglichen Leben zum Kunstobjekt. Buchgestaltung in der Romantik. In: Walter Pape (Hg.): Die alltägliche Romantik: Gewöhnliches und Phantastisches, Lebenswelt und Kunst. [Schriften der Internationalen Arnim-Gesellschaft 11]. Berlin: de Gruyter 2016, S. 157-173, hier S. 168.
  2. Band 24.1814 ist der letzte Band, der von Becker herausgegeben wurde, welcher kurz vor Fertigstellung des Drucks verstarb. Das Buch enthält bereits eine Anzeige des Nachfolgers Fr. Kind, der die bisherigen Mitarbeiter um Zusendung von Material bittet.