Tragische Erscheinung


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 Tragische Erscheinung.

In einer Wüste lagen viele Menschen,
die fast verschmachteten; sie wimmerten.
Ein schönes Mädchen nur,
mit hilflos braunen Augen,

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litt stumm den Durst; denn gieriger als der Durst

brannte ihr seliges Mitleid ...
Da trat, vom glühenden Horizont herwachsend,
ein fremder Mann vor dieses Volk;
der hob den Zeigefinger ihnen dar.

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Aus der gereckten, zitternden Spitze quoll

ein großer Tropfen Blut quoll, hing, und fiel,
fiel in den Sand;
verwundert sah das Volk den fremden Mann.
Der stand und stand, Tropfen auf Tropfen fiel

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aus seinem Finger in den Sand;

und immer, wenn die rote Quelle troff,
erbleichte schauernd Er, sie aber staunten,
und Einige ächzten: er verhöhnt uns ...
Da schrie er laut mit seiner letzten Glut:

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So kommt doch, trinkt! für Euch verblut’ich mich!

Doch jenes Mädchen sprach, indeß er hinlosch:
Sie wollen Wasser ...