Trost des Edeln



[158]
Trost des Edlen.

Wild loderte, gleich Aetnas Glut,
     Der Todesgötter Zorn;
Zerschmettert, ach! versank in Blut
     Des Überflusses Horn.

5
Verwüstung donnerte die Schlacht,

     Wo jüngst von Lustgesang
Noch Saatfeld, Anger, Strom und Schacht
Und freudig vom Gewühl der Jagd
     Gebirg und Forst erklang.

5
Ein Chaos von Ruinen thürmt

     Sich längs der Felsenwand,
Wo, still vom Nußbaumhain umschirmt,
     Der Väter Wohnung stand.
Die Thräne, die hier brennend fällt,

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     Sie muß die lezte seyn!

Wem Selbstgefühl den Busen schwellt,
Der trägt im Innern eine Welt
     Wo nimmer Stürme dräun.

[159]

Ihm flammt der Unschuld Göttermuth,

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     Den kein Verhängniß raubt;

Des Mißgeschicks Tyrannenwuth
     Beugt nie des Edlen Haupt;
Er weiß, daß der Befreyung Plan
     Durch Irrgewinde führt,

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Und herrlich sich, am Ziel der Bahn

In Glanz das Dunkel, der Orkan
     In Frühlingswehn verliert.

Drum kann im weiten Schöpfungsraum
     Er, ein Verlaßner, stehn,

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Und doch des Lebens öden Traum

     Mit Lächeln dauren sehn;
Wenn selbst bis an des Grabes Rand’
     Ihn schwarze Nacht umfließt,
Kein Herz an ihn sich liebend band,

35
Und eine kalte Miethlingshand

     Sein brechend Auge schließt.

MATTHISSON.