Unterm weißen Baume sitzend

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I.

     Unterm weißen Baume sitzend
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

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     Siehst, wie unten ausgestorben

Wald und Flur, wie kahl geschoren; –
Um dich Winter, in dir Winter,
Und dein Herz ist eingefroren.

     Plötzlich fallen auf dich nieder

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Weiße Flocken, und verdrossen

Meinst du schon mit Schneegestöber
Hab’ der Baum dich übergossen.

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     Doch es ist kein Schneegestöber,

Merkst es bald mit freud’gem Schrecken;

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Duft’ge Frühlingsblüthen sind es,

Die dich necken und bedecken.

     Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandelt sich in Maye,
Schnee verwandelt sich in Blüthen,

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Und dein Herz es liebt aufs Neue.