Waidmannsglück vor der Jagd


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Waidmannsglück vor der Jagd.


Von Hermann Oelschläger.



Wald, o Wald, wie liegst du golden
Heut’ vor meinen Blicken da,
Da von ihr, der einzig Holden,
Mir das Holdeste geschah.

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 Ist es Wahrheit, sind es Träume?

 Sagt es mir, geliebte Bäume –
Denn ein Himmel senkte sich
 Heut’ auf mich.

Rasch das Treppenhaus herunter

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Kam das allerliebste Kind,

Singend, lachend und so munter
Wie der junge Morgenwind,
 Schlank, im hochgeschürzten Kleide,
 Drunter, eng geschnürt in Seide,

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Füßchen – ach, wie klein, wie nett

 Und kokett.

Und da trat ich auf die Schwelle –
Kaum noch weiß ich, wie’s geschah,
Als ich sie so schön und helle

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Plötzlich mir vor Augen sah.

 Kaum noch weiß ich, wie’s gegangen,
 Ob ich sie, sie mich umfangen,
Doch wir schlossen unsern Bund
 Mund an Mund.

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Jedenfalls nicht im Kriegszustande.
Originalzeichnung von J. Watter in München.


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Also ruhten wir – wie lange!

Mund an Mund in sel’ger Pein –
Niemand sah’s, als auf dem Gange
Dort das bischen Sonnenschein.
 Und der Sonne gold’ner Schimmer

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 Wich: wir küßten uns noch immer –

Draußen von der Brücke drang
 Hörnerklang.

Hörner, schweigt! Wie soll ich lauschen
Dem, was einst entzückend schien,

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Nun durch meinen Busen rauschen

Noch viel schön’re Melodien
 Einsam hier im Schutz der Bäume
 Will ich ruh’n und kecker Träume
Voll, mit ihrem Bild allein,

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 Glücklich sein.