Waldpoesie (Kämpchen)

[94] Waldpoesie.

Willst du wirklich gute Verse reimen,
Geh hinaus zu luft’gen Waldesräumen,
Wo mit Eichen Buchen sich vermählen.
Und wenn ihre schwanken Gipfel rauschen,

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Werde nimmer müde dann zu lauschen,

Was dem jungen Dichter sie erzählen. –

Waldnacht ist die heil’ge Zauberbinde,
Die dem jungen Genius gelinde
Von der Stirn die letzten Schatten streifet. –

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Waldnacht leiht der Dichterseele Flügel

Und verschiebt der Phantasie den Riegel,
Daß sie in Unendlichkeiten schweifet. –