Wiedersehen (Christen)


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 Wiedersehen.

In bangen Nächten, wenn der graue Wahnsinn
Mit dürren Fingern an das Hirn mir pochte,
Wenn glüh’nde Thränen meine Kissen netzten,
Mein wildes Herz vor Zorn und Sehnsucht kochte –

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In solchen Nächten war mir der Gedanke,

Daß Du noch lebst, daß ich Dich wiedersehe,
Ein Stern, nach dem ich zitternd hob die Hände –
Und trotzig weiter schleppt’ ich dann mein Wehe.

Ich sah Dich wieder – wieder plötzlich flammten

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Sie alle auf, die alten Wahnsinnsgluthen,

Der wilde Zorn, der Schmerz, die herbe Liebe –
Es war, als müßte ich vor Dir verbluten.
Du aber standest mit dem argen Lächeln,
Das mir bekannt aus gottverfluchten Tagen;

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Der fahle Blick macht mir das Herz erstarren:

Es war ein freches, antwortsich’res Fragen!

[7] Und Deine Hände streckten fieberglühend
Sich plötzlich so begehrend mir entgegen,
Und mehr und mehr sah ich Dein Bild erblassen,

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Das mich begleitet einst auf allen Wegen:

„Das ist er nicht!“ schrie es in meiner Seele,
„So war er nie, so kann er nimmer werden.“
Wofür wär’ meine Seligkeit verspielet,
Wofür wär’ ich verflucht – verflucht auf Erden! – –