Zigeunerglück

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Zigeunerglück.

Es glüht die Welt so mondlichtloh,
Und meine Geige jubelt froh,
Mein Herz brennt so.

Sie ruft und bittet durch die Nacht,

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Da sind zwei Schwarzaugen aufgewacht,

Ein Mündlein lacht.

Es fliegt ein süsser Duft vom Rain.
Mich ladet die Au im Sternblumenschein
Zum Lager ein …

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Und schlaf’ ich hinter dem Heckenzaun,

Da huscht zu mir das Dirnlein braun
Im Nächtegrau’n.

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Ich winde dem Dunkelgelock den Kranz;
Die Blättlein sind von Sternenglanz

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Versilbert ganz.


Ich habe Rosen zu Ketten gereiht,
Die leg’ ich reich um Nacken und Kleid
Der armen Maid.

Da sagt sie leis’: »Mein Wildgesell,

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Die Nacht ist warm, die Nacht ist hell,

Mein Blut geht schnell.«

Und schauernd sinkt sie an mich hin –
Da fliegt mir ein altes Lied durch den Sinn:
Dass ich König bin!

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Mein Tag ist arm, die Nächte reich –

Zwei Arme sind mein Himmelreich,
So heimlich weich.

Was thut’s, dass ich Tages betteln muss,
Wenn solches Kosen, solcher Kuss

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Der Nächte Schluss?!


Sie schaut mich mit goldnen Augen an –
Da ist’s um allen bösen Wahn
Und Leid gethan.

Es wachen die Sterne am Wolkensaum,

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Und leise sinkt von Hecke und Baum

Ein Blütenflaum …

Nun ruhe, von Knospen und Mondschein bedeckt,
Bis der Tag mit frühem Wind dich neckt
Und mein Kuss dich weckt …


Alberta von Putkamer.