Kurs:Algebraische Kurven (Osnabrück 2025-2026)/Definitionsabfrage
Es sei ein
Körper.
Eine ebene affin-algebraische Kurve über
ist das
Nullstellengebilde
eines nicht-konstanten Polynoms
in zwei Variablen, also
D.h. es ist
Der Polynomring über einem
kommutativen Ring
besteht aus allen Polynomen
und mit komponentenweiser Addition und einer Multiplikation, die durch distributive Fortsetzung der Regel
definiert ist.
Ein
Körper
heißt algebraisch abgeschlossen, wenn jedes nichtkonstante
Polynom
eine Nullstelle in
besitzt.
Es sei ein
Körper.
Dann nennt man
den affinen Raum über
der Dimension
.
Es sei ein
Körper
und sei
,
,
eine Familie von
Polynomen
in
Variablen. Dann nennt man
das durch die Familie definierte Nullstellengebilde
(oder Nullstellenmenge).
Es wird mit bezeichnet.
Es sei ein
Körper
und sei
der
Polynomring
in
Variablen. Dann heißt eine Teilmenge
im affinen Raum affin-algebraisch, wenn sie die
Nullstellenmenge
zu einer Familie
,
,
von Polynomen
ist, wenn also
gilt.
In einem
affinen Raum
versteht man unter der Zariski-Topologie diejenige
Topologie,
bei der die
affin-algebraischen Mengen
als abgeschlossen erklärt werden.
Es sei
eine Teilmenge. Dann nennt man
das Verschwindungsideal zu . Es wird mit
bezeichnet.
Ein
Ideal
in einem
kommutativen Ring
heißt Radikal
(oder Radikalideal),
wenn folgendes gilt: Falls
ist für ein
,
so ist bereits
.
Es sei ein
kommutativer Ring
und
ein
Ideal.
Dann nennt man die Menge
das Radikal zu . Es wird mit
bezeichnet.
Eine
affin-algebraische Menge
heißt
irreduzibel,
wenn
ist und es keine Zerlegung
mit
affin-algebraischen Mengen
gibt.
Es sei eine
affin-algebraische Menge.
Eine affin-algebraische Teilmenge
heißt eine irreduzible Komponente von
, wenn sie
irreduzibel
ist und wenn es keine irreduzible Teilmenge
gibt.
Es sei ein
Körper
und
der
Polynomring in einer Variablen
über
. Dann nennt man den
Quotientenkörper
den rationalen Funktionenkörper über
(oder Körper der rationalen Funktionen über
).
Er wird mit
bezeichnet.