Kurs:Funktionentheorie/Riemannscher Hebbarkeitssatz
Einleitung
Diese Seite zum Thema Kurs:Funktionentheorie/Riemannsche Hebbarkeitssatz kann als Wiki2Reveal Folien angezeigt werden. Einzelne Abschnitte werden als Folien betrachtet und Änderungen an den Folien wirken sich sofort auf den Inhalt der Folien aus. Dabei werden holomorphe Funktionen mit einer Singularität behandelt,
- (1) die in einer punktierten Umgebung um beschränkt ist und
- (2) sich mit dem Riemannschen Hebbarkeitssatz in holomorph fortsetzen lässt.
Lernvoraussetzungen
Die Lernressource zum Thema Kurs:Funktionentheorie/Riemannsche Hebbarkeitssatz hat die folgenden Lernvoraussetzungen, die zum Verständnis der nachfolgenden Ausführungen hilfreich bzw. notwendig sind.
- Laurent-Reihe
- Abschätzung der Koeffizienten der Laurent-Reihe
Der Riemannsche Hebbarkeitssatz ist ein grundlegender Satz in der Funktionentheorie, der Bedingungen angibt, unter denen eine isolierte Singularität von einer holomorphen Funktion in dem Punkt holomoph fortsetzbar ("hebbar") ist.
Riemannscher Hebbarkeitssatz
Sei eine offene Menge, und eine holomorphe Funktion. Ist eine Umgebung von ist auf einer punktierten Umgebung von beschränkt, dann existiert eine holomorphe Funktion auf , die auf mit übereinstimmt.
Beweis
Der Beweis gliedert sich in die folgenden Schritte:
- Beschränktheit auf der punktierten Umgebung
- Laurent-Reihe
- Abschätzung der Koeffizienten der Laurent-Reihe
- Verschwinden der negativen Potenzen der Laurent-Reihe
- Holomorphe Fortsetzung als Taylorreihe
Beweisschritt 1 - Beschränktheit auf der punktierten Umgebung
Da auf der punktierten Umgebung von beschränkt ist, gibt es eine Konstante und eine Umgebung von , sodass für alle .
Beweisschritt 2 - Laurent-Reihe
Betrachte die Laurent-Reihe von um :
- für in einer punktierten Umgebung von .
Beweisschritt 3 - Abschätzung der Koeffizienten der Laurent-Reihe
Die Koeffizienten der Laurent-Reihe sind gegeben durch:
wobei mit ein Kreis um mit Radius ist. Da eine punktierte Umgebung um ist, kann so klein gewählt werden, dass die gilt.
Bemerkung zu Schritt 3 - Kreisschreibe
Der Kreisradius wird so gewählt, das die abgeschlossene Kreischeibe ganz in liegt. Dies ist für weitere Beweisschritte wesentlich, damit auch für kleinere Radien die Spur von noch in liegt.
Beweisschritt 4 - Beschränktheit der Koeffizienten
Da auf mit für alle beschränkt ist, gilt:
Dabei ist der Radius des Kreises um mit Umfang , der durch die Kurve definiert ist.
Beweisschritt 5 - Verschwinden der negativen Potenzen
Für wird beliebig klein, da die Darstellung der Koeffizienten
auch für beliebige gilt und damit kann wie folgt für abgeschätzt werden:
- . Damit folgt aber für .
Beweisschritt 6 - Laurent-Reihe
Damit reduzieren sich die Summanden der darstellenden Laurent-Reihe von um wie folgt:
für in einer punktierten Umgebung von , der Nebenteil der Laurentreihe ist also als Potenzreihe darstellbar.
Beweisschritt 7 - Holomorphe Fortsetzung als Taylorreihe
Die Laurent-Reihe reduziert sich auf der punktierten Umgebung somit zu einer Taylor-Reihe:
Diese Potenzreihe definiert aber auch eine holomorphe Funktion auf , die für alle dann erfüllt und für die Funktion mit holomorph fortsetzt.
Beweisschritt 8 - Hebbarkeit der Singularität
Damit ist gezeigt, dass sich die isolierte Singularität bei hebbar ist und sich zu einer holomorphen Funktion auf fortsetzen lässt.
Seiteninformation
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