Kurs:Invariantentheorie (Osnabrück 2025-2026)/Definitionsabfrage
Es sei ein
Körper. Ein
Polynom
heißt
symmetrisch,
wenn für jede
Permutation
die Gleichheit
besteht, wobei aus
entsteht, indem man überall in
die Variable
durch
ersetzt.
Das -te
elementarsymmetrische Polynom
in
Variablen ist das Polynom
(mit
)
Es sei ein
Körper und
der
Polynomring
über
. Die
gradlexikographische Ordnung
auf der Menge der
Monome
ist durch
falls der
Grad
von ,
(also
),
kleiner als der Grad von
ist, oder, bei gleichem Grad, wenn
, aber
ist, gegeben.
Es sei eine
Gruppe und
eine Menge. Eine
Abbildung
heißt
Gruppenoperation
(von auf
),
wenn die beiden folgenden Eigenschaften gelten.
-
für alle
.
-
für alle
und für alle
.
Es sei eine
Gruppe und
eine Menge. Eine
Gruppenoperation
von
auf
heißt
treu,
wenn aus
für alle
folgt, dass
ist.
Es sei eine Menge, auf der eine
Gruppe
operiere.
Eine Teilmenge
heißt
-invariant,
wenn zu jedem
und jedem
auch
gilt.
Es liege eine
Gruppenoperation
einer
Gruppe auf einer Menge
vor. Man nennt zwei Elemente
-äquivalent
(oder äquivalent unter
),
wenn es ein
mit
gibt.
Es liege eine
Gruppenoperation
einer
Gruppe auf einer Menge
vor. Die
Äquivalenzklassen auf
zur
-
Äquivalenz nennt man die
Bahnen der Operation.
Es liege eine
Gruppenoperation
einer
Gruppe auf einer Menge
vor. Ein Punkt
heißt
Fixpunkt der Operation,
wenn
ist für alle
.
Es liege eine
Gruppenoperation
einer
Gruppe auf einer Menge
vor. Zu
heißt
die
Isotropiegruppe
zu .
Es liege eine
Gruppenoperation
einer
Gruppe auf einer Menge
vor. Die Operation heißt
transitiv,
wenn es zu je zwei Elementen
ein
mit
gibt.
Es liege eine
Gruppenoperation
einer
Gruppe auf einer Menge
vor. Dann nennt man die Menge der
Bahnen
den
Bahnenraum
der Operation. Er wird mit
bezeichnet. Die Abbildung
wobei die Bahn durch
bezeichnet, heißt
Quotientenabbildung.
Es sei eine Gruppe und seien
und
zwei Mengen, auf denen jeweils
operiert. Dann heißt eine
Abbildung
-invariant
(oder
-verträglich)
wenn für alle
und alle
die Gleichheit
gilt.
Es sei ein
Körper und
ein
-
Vektorraum.
Es sei
eine
Gruppe.
Eine
Operation
heißt
linear,
wenn für jedes
die Abbildung
-
linear
ist.
Es sei ein
Körper
und
eine
Gruppe,
die auf einem
-
Vektorraum
linear operiere.
Ein
Untervektorraum
heißt
-invariant,
wenn für alle
und alle
auch
ist.
Es sei ein
Körper
und
eine
Gruppe,
die auf einem
-
Vektorraum
linear operiere.
Der Untervektorraum
heißt der Fixraum der Gruppenoperation.
Es sei eine
Gruppe,
ein
Körper
und
ein
(endlichdimensionaler)
-
Vektorraum.
Einen
Gruppenhomomorphismus
nennt man eine
(endlichdimensionale)
Darstellung
(über ).
Es sei eine
endliche Gruppe und
ein
Körper.
Unter der
regulären Darstellung von
versteht man den
Gruppenhomomorphismus
Es sei ein
Monoid
und
ein
Körper.
Dann heißt ein
Monoidhomomorphismus
ein Charakter von in
.
Es sei ein
Gruppe
und
ein
Körper.
Dann nennt man die Menge der
Charaktere
die Charaktergruppe von
(in
).
Es sei ein
endlichdimensionaler
-
Vektorraum.
Man nennt die von allen formalen Monomen
, wobei die
Linearformen auf
sind, symbolisch erzeugte kommutative
-Algebra, die die linearen Beziehungen zwischen den Linearformen respektiert, den
Polynomring
zu
. Er wird mit
bezeichnet.
Es sei ein
Körper,
seien
endlichdimensionale
-
Vektorräume
und
sei eine
lineare Abbildung.
Den durch
über
gegebenen
-
Algebrahomomorphismus
nennt man induzierten Algebrahomomorphismus.
Es sei ein
Körper,
ein
endlichdimensionaler
-
Vektorraum
und
eine
lineare Operation
einer
Gruppe
auf
. Es sei
der
Polynomring
zu
. Die Operation der Gruppe
(von rechts)
auf
, die für jedes
per
Definition 4.5
durch die Zuordnung
festgelegt ist, nennt man die induzierte Operation auf dem Polynomring.
Es sei eine
Gruppe,
die auf einem
kommutativen Ring
als Gruppe von
Ringautomorphismen operiert
(von rechts).
Dann bezeichnet man
als den
Invariantenring
(oder
Fixring)
von unter der Operation von
.