Acetamid
Acetamid (Deutsch)
Substantiv, n
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | das Acetamid | die Acetamide |
| Genitiv | des Acetamids | der Acetamide |
| Dativ | dem Acetamid | den Acetamiden |
| Akkusativ | das Acetamid | die Acetamide |
Alternative Schreibweisen:
Worttrennung:
- Acet·amid, Plural: Acet·ami·de
Aussprache:
- IPA: […]
- Hörbeispiele: Acetamid (Info)
Bedeutungen:
- [1] Chemie, kein Plural: Amid der Essigsäure, das als farbloser kristalliner Körper vorkommt, als Lösungsmittel sowie für die Herstellung von Kunststoffen, Lacken und Sprengstoffen verwendet wird
- [2] Chemie, Stoffgruppe: chemische Verbindung, die über eine Acetamid-Teilstruktur verfügt, bei der der Wasserstoff am Stickstoff durch andere Gruppen substituiert ist
Beispiele:
- [1] „Auch andere Säureamide (z.B. Acetamid, Isobutylamid, Crotonamid) können mit diesem Enzym erzeugt werden.“[1]
- [1] „Die Herstellung von T. erfolgt durch Einwirkung von Phosphor(V)-sulfid auf Acetamid.“[2]
- [1] „Synthetisch kann es durch die Nitrilsynthese nach Kolbe aus Methyliodid und Alkalicyaniden, durch Dehydratisierung von Acetamid bzw. Acetaldehydoxim und aus Acetylen und Ammoniak hergestellt werden.“[3]
- [1] „Praktische Bedeutung hat besonders das Anfangsglied der Reihe, das Keten H2C=C=O, u. a. zur Herstellung von Acetanhydrid, Essigester, Acetylchlorid und Acetamid.“[4]
- [1, 2] „A. ist eine sehr reaktive Verbindung, die mit Ammoniak zu Acetamid, mit Alkoholen zu Essigsäureestern und mit primären und sekundären Aminen zu N-substituierten Acetamiden reagiert.“[5]
- [2] „Diphenamid ist eine chemische Verbindung aus der Gruppe der Acetamide und ein Herbizid.“[6]
- [2] „Wie weitere Funde in der Literatur bestätigen, eignet sich die diskontinuierliche LSE (d-LSE) für die chemische Gruppe der Acetamide am besten.“[7]
- [2] „Phenacetin und Methacetin sind chemisch sehr ähnliche Verbindungen, die beide zur Gruppe der Acetamide gehören.“[8]
- [2] „In dieser Doktorarbeit wurden die Strukturen und die Dynamik von zwei Formamiden, fünf Acetamiden und zwei Propionamiden untersucht, wobei der Fokus auf die Effekte der internen Rotation und der Quadrupolkopplung gelegt wurde.“[9]
- [2] „Daneben lässt sich Paracetamol auch als Acetamid, also als Amid der Essigsäure auffassen, woraus sich der nach IUPAC-Regularien vergebene Name N-(4-Hydroxyphenyl)acetamid ergibt.“[10]
Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag „Azetamid“.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.
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Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Acetamid“
- [(2)] Kategorie mit chemischen Verbindungen, die über eine Acetamid-Teilstruktur verfügen
- [(2)] Wikipedia-Suchergebnisse für „Gruppe der Acetamide“
- [1] Duden online „Azetamid“ (dort auch „Acetamid“ sowie die Angabe eines Plurals)
- [1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Acetamid“ auf wissen.de
- [1] wissen.de – Lexikon „Acetamid“
- [*] Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 auf spektrum.de, „Acetamid“
- [1] Lexikon der Chemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Acetamid“
Quellen:
- ↑ Lexikon der Chemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Nitrilase“
- ↑ Lexikon der Chemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Thioacetamid“
- ↑ Lexikon der Chemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Acetonitril“
- ↑ wissen.de – Lexikon „Ketene“
- ↑ Lexikon der Chemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Acetylchlorid“
- ↑ Wikipedia-Artikel „Diphenamid“ (Stabilversion)
- ↑ Philipp Knobloch: Extraktion und Analyse von Sedimenten hinsichtlich der stofflichen Belastung der Herbizid-Wirkstoffe Metazachlor und Flufenacet sowie deren Metaboliten. In: Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. 28. August 2017, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Niklas Heucke: Untersuchung molekularer und strukturell-mechanischer Lebergewebeeigenschaften zur Verbesserung der diagnostischen Wertigkeit eines ¹³C-Leberfunktionstests. In: Medizinischen Fakultät Charité – Universitätsmedizin Berlin. 18. September 2020, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Raphaela Kannengießer: Strukturen und Dynamik von Formamiden, Acetamiden und Propionamiden. In: RWTH Aachen. 25. April 2017, abgerufen am 1. November 2025.
- ↑ Wikipedia-Artikel „Paracetamol“ (Stabilversion)