Deutscher Bund

Deutscher Bund (Deutsch)

Substantiv, m, Wortverbindung, adjektivische Deklination

starke Deklination ohne Artikel
Singular Plural
Nominativ Deutscher Bund
—
Genitiv Deutschen Bundes
Deutschen Bunds
—
Dativ Deutschem Bund
Deutschem Bunde
—
Akkusativ Deutschen Bund
—
schwache Deklination mit bestimmtem Artikel
Singular Plural
Nominativ der Deutsche Bund
—
Genitiv des Deutschen Bundes
des Deutschen Bunds
—
Dativ dem Deutschen Bund
dem Deutschen Bunde
—
Akkusativ den Deutschen Bund
—
gemischte Deklination (mit Possessivpronomen, »kein«, …)
Singular Plural
Nominativ ein Deutscher Bund
—
Genitiv eines Deutschen Bundes
eines Deutschen Bunds
—
Dativ einem Deutschen Bund
einem Deutschen Bunde
—
Akkusativ einen Deutschen Bund
—

Worttrennung:

Deut·scher Bund, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˌdɔɪ̯t͡ʃɐ ˈbʊnt]
Hörbeispiele:  Deutscher Bund (Info)

Bedeutungen:

[1] historisch: ein Staatenbund in Europa

Herkunft:

Zusammensetzung aus dem Adjektiv deutsch und dem Substantiv Bund

Oberbegriffe:

[1] Staatenbund

Beispiele:

[1] Der Deutsche Bund wurde im Jahr 1866 durch den Prager Frieden aufgelöst.
[1] „So spricht [Bismarck] bezogen auf den Deutschen Bund nur von Bundesbevölkerung […], niemals aber von Bundesvolk.“[1]
[1] „In den Staaten des Deutschen Bundes regierte die Silberwährung, die jedoch die für das zersplitterte Währungssystem des Alten Reiches typischen regionalen Ausprägungen erfuhr.“[2]
[1] „Nach Auflösung des Deutschen Bunds (1866) wurde auch die hanseatische Gesandtschaft in Frankfurt aufgehoben.“[3]
[1] „Das zum Deutschen Bund gehörige Herzogtum Holstein war in Personalunion mit Dänemark verbunden.“[4]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Deutscher Bund“

Quellen:

  1. ↑ Szilvia Odenwald-Varga: ‚Volk‘ bei Otto von Bismarck: Eine historisch-semantische Analyse anhand von Bedeutungen, Konzepten und Topoi. Walter de Gruyter, 2009, Seite 127 (Google Books, abgerufen am 2. Juli 2016)
  2. ↑ Michael North: Das Geld und seine Geschichte. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart. C.H.Beck, München 1994, ISBN 3406380727, Seite 144
  3. ↑ Wikipedia-Artikel „Liste der hanseatischen Gesandten beim Deutschen Bund“ (Stabilversion).
  4. ↑ Andreas Birken: MICHEL-ATLAS zur Deutschland-Philatelie mit CD-ROM. Deutschland, Europa und Übersee. 3., völlig neu gestaltete Auflage. Schwaneberger, Unterschleißheim 2012, ISBN 978-3-95402-039-3, Seite 18.