Familienband

Familenband (Deutsch)

Substantiv, n

Singular Plural
Nominativ das Familienband die Familienbande
Genitiv des Familienbands
des Familienbandes
der Familienbande
Dativ dem Familienband den Familienbanden
Akkusativ das Familienband die Familienbande

Anmerkung:

Der Begriff wird überwiegend im Plural verwendet.[1][2]

Worttrennung:

Fa·mi·li·en·band, Plural: Fa·mi·li·en·ban·de

Aussprache:

IPA: [faˈmiːli̯ənˌbant]
Hörbeispiele:  Familienband (Info)

Bedeutungen:

[1] Verwandtschaft, Familie: besondere, enge Beziehungen sowie Zusammenhalt von Mitgliedern der nahen Verwandtschaft untereinander

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Familie und Band

Sinnverwandte Wörter:

[1] Verwandtschaftsband

Beispiele:

[1] „‚Familienbande sind im eigentlichen Bürgerstande viel fester und dabei weiter umfassend als in dem Ihrigen. Was mit einander in irgend einem Grad von Verwandtschaft steht, muß an Ehrentagen und bei Kaffeevisiten zusammen kommen, da gilt keine Ausnahme.‘“[3]
[1] „[…] unmerklich verlor man die Zuneigung der Kinder. Und Caroline, warum besprach er, was ihn bewegte, nicht mehr mit ihr? […] Er spürte die Abnutzung, das Dünnwerden des Familienbands.“[4]
[1] „Auch dann, wenn der erste Anstoß zu einer Kindesannahme durch den Wunsch, Steuern zu sparen, ausgelöst worden ist, ist die Absicht, ein wirkliches Familienband zu begründen, nicht ausgeschlossen; ebenso kann das Bedürfnis des Annehmenden, sich eine Betreuung in Alter und Krankheit zu sichern, bisweilen zur Begründung eines Familienbandes führen, […].“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Familienbande knüpfen/zerreißen

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Familienband
[1] Duden online „Familienbande (nur im Plural)
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „Familienband“ (digitalisierte Fassung).
[1] Goethe-Wörterbuch „Familienband (auch im Plural)

Quellen:

  1. Duden online „Familienbande
  2. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. Neubearbeitung (A–F), 9. Bände. Göttingen/Berlin 1980–2016 „Familienband“ (digitalisierte Fassung): „überwiegend plur.“.
  3. Johanna Schopenhauer: Gabriele. Theil 1–3, Band 2, Leipzig 1821, Seite 106 (zeno.org: Erster Theil, abgerufen am 19. November 2025).
  4. Wolfgang Schreyer: Der Resident. In: Die Dominikanische Tragödie. 1. Auflage. 2. Band, EDITION digital. Pekrul & Sohn, Godern 2012, ISBN 978-3-86394-103-1, Seite 380, DNB 1088333524 (Google Books, abgerufen am 19. November 2025).
  5. Georg Scheffler: Familienrecht, §§ 1589–1634, 1638–1649, 1664, 1666–1698, 1705–1921. In: Karl E. Meyer, Georg Scheffler (bearbeitet von) (Herausgeber): Großkommentare der Praxis. 10. und 11. Auflage. IV. Band, Teil 2, Walter de Gruyter, Berlin 1964, Annahme an Kindes statt, Seite 1190 (Reprint, de Gruyter, Berlin/Boston 2018, ISBN 978-3-11-156527-9, Google Books, abgerufen am 19. November 2025).

Substantiv, f

Singular Plural
Nominativ die Familienband die Familienbands
Genitiv der Familienband der Familienbands
Dativ der Familienband den Familienbands
Akkusativ die Familienband die Familienbands

Worttrennung:

Fa·mi·li·en·band, Plural: Fa·mi·li·en·bands

Aussprache:

IPA: [faˈmiːli̯ənˌbɛnt]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Musik, Familie: (in der Regel kleine) Gruppe direkt/nah miteinander verwandter Personen, welche gemeinsam vor Publikum musizieren

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Familie und Band

Oberbegriffe:

[1] Band, Gruppe

Beispiele:

[1] „Teil des Programms [des Festivals] ist der Musikwettbewerb Hata Acla, zu dem nur Familienbands zugelassen sind.“[1]
[1] „Wenige haben es so hoch in den Pophimmel geschafft wie die Bee Gees, die erfolgreichste Familienband aller Zeiten, mit mehr als 200 Millionen verkauften Platten.“[2]
[1] „Ab 1970 waren in der amerikanischen Popmusik und Rockmusik Familienbands populär, die in politisch unruhigen Zeiten traditionelle Werte und Familienzusammenhalt verkörperten.“[3]
[1] „Die Julbacher Familie war immer schon sehr musikalisch. […] Die Öllers fanden heraus, dass sie zusammen gut harmonieren und gründeten schließlich die Familienband.“[4]
[1] „Wie auch Gabriel [Kelly] stammt Leonie [Miller] aus einer sehr musikalischen Familie. Sie spielt Geige, Akkordeon und singt auf der Bühne in der Familienband. Kennengelernt hatten sich Gabriel und Leonie 2019, als beide Familienbands, "Angelo Kelly & Family" und die "Millers Family", […] in Stefanie Hertels MDR-Show […] aufgetreten waren.“[5]
[1] „[…] als [Lester Young] zehn war, kehrte der Vater zurück und nahm ihn, seine Schwester Irma und seinen Bruder Lee in strengen Unterricht, mit der Absicht, eine Familienband zu gründen.“[6]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:

Quellen:

  1. Ralph Raymond Braun: Irland. Reiseführer/individuell reisen. 10. Auflage. Michael Müller Verlag, Erlangen 2021, ISBN 978-3-96685-080-3, DNB 1232402273 (Google Books, abgerufen am 19. November 2025).
  2. Uli Hesse: Sänger der erfolgreichsten Familienband aller Zeiten. In: NWZ online. 1. September 2016, abgerufen am 19. November 2025.
  3. Wayne Osmond †. In: MGG Online. 20. Februar 2025, abgerufen am 20. November 2025.
  4. Sarah Schütz: "Sind nicht das flüssige, sondern das musikalische Leinöl". In: MeinBezirk.at. 6. Juli 2021, abgerufen am 19. November 2025.
  5. Gabriel Kelly zog wegen der Liebe nach Greifswald. Mitteldeutscher Rundfunk (MDR), 10. Juli 2025, abgerufen am 19. November 2025.
  6. Wikipedia-Artikel „Lester Young“ (Stabilversion)