Flause
Flause (Deutsch)
Substantiv, f
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Flause | die Flausen |
| Genitiv | der Flause | der Flausen |
| Dativ | der Flause | den Flausen |
| Akkusativ | die Flause | die Flausen |
Anmerkung:
- Der Singular wird nur selten benutzt.
Worttrennung:
- Flau·se, Plural: Flau·sen
Aussprache:
- IPA: [ˈflaʊ̯zə]
- Hörbeispiele: Flause (Info)
- Reime: -aʊ̯zə
Bedeutungen:
- [1] aberwitziger Einfall
- [2] ablenkende Flunkerei
Herkunft:
- In dieser Bedeutung seit dem 18. Jahrhundert belegt; „Flause, Fluse“ - ursprüngliche Bedeutung „loses Fadenende, herumfliegende Wollflocke“ - ist eine landschaftliche Nebenform zu „Flaus, Flausch“ „wollener Überrock“[1]
Synonyme:
- [1] Kinkerlitzchen, Narretei, Schnapsidee
- [2] faule Ausrede
Beispiele:
- [1] Seine Flausen verlängerten die Diskussion unnötig.
- [1] „Ich kenne keinen Menschen, der ohne diese Flausen von dem kleinen weißen Haus im Kopf auf die Insel hier oder sonst irgendwo ans Meer kommt.“[2]
- [1] „Aber auch diese Kritik und Aufforderungen berührten ihn nicht, er ruhte in sich und ging, statt dem Unterricht zu folgen, allein seinen Neigungen und Flausen nach, beobachtete die Vögel und Insekten und konnte minutenlang vor einem Blumenbeet hocken.“[3]
- [2] Zur Erklärung hatte sie nichts als Flausen anzubieten.
Redewendungen:
- [1] Die Mädchen haben in diesem Alter nur Flausen im Kopf.
- [2] Mach’ keine Flausen!
Übersetzungen
[1] aberwitziger Einfall
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[2] ablenkende Flunkerei
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Referenzen und weiterführende Informationen:
Quellen:
- ↑ Duden. Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. 3., völlig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/ Leipzig/ Wien/ Zürich 2001, Stichwort: „Flaus, Flausch“. ISBN 3-411-04073-4.
- ↑ Janosch: Gastmahl auf Gomera. Roman. Goldmann Verlag, München 1997, ISBN 3-442-30662-0, Seite 63.
- ↑ Christoph Hein: Das Narrenschiff. Roman. 7. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-43226-6, Seite 315. 1. Auflage 2025.