Gartach
Gartach (Deutsch)
Substantiv, m, Toponym
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Gartach | — |
| Genitiv | der Gartach | — |
| Dativ | der Gartach | — |
| Akkusativ | die Gartach | — |
Worttrennung:
- Gar·tach, kein Plural
Aussprache:
- IPA: [ˈɡaʁtax]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] historisch: Lein, einem Nebenfluss des Neckars im Landkreis Heilbronn
Herkunft:
- von althochdeutsch Gardaha → goh,[1] Gartaha → goh, das sich in die Bestandteile gart → goh (Garten, Umgehung, Kreis) und aha → goh (Fließgewässer) zerlegen lässt.[2] Der Name bezieht sich entweder auf ein Gewässer, das an einem von Bauern genutztes, eingefriedetes Land vorüberfließt,[3] oder auf Fischzäune (sogenannte „Garten“), die hier aufgestellt gewesen sein könnten[2]
Oberbegriffe:
- [1] Fluss, Nebenfluss
Beispiele:
- [1] „Ob man es nun Leinbach nennt oder Lein - das Gewässer, das einst Gartach hieß, bei Kleingartach entspringt und bei Neckargartach in den Neckar mündet, ist eine Lebensader, ein grüner Korridor.“[4]
Wortbildungen:
- Gartacher, Gartacher Feld, Gartachgau, Großgartach, Kleingartach, Neckargartach
Übersetzungen
[1] historischer Name des Leins
Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Lein (Neckar)“ (dort auch „Gartach“)
- [*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Gartach“
- [*] Wikivoyage-Eintrag „Gartach“
- [1] Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1: „Gartach“, Seite 166
- [1] Manfred Niemeyer (Herausgeber): Deutsches Ortsnamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-018908-7: „Leingarten“, Seite 359 (dort auch „Gartach“)
Quellen:
- ↑ Manfred Niemeyer (Herausgeber): Deutsches Ortsnamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2012, ISBN 978-3-11-018908-7: „Leingarten“, Seite 359
- 1 2 Albrecht Greule: Deutsches Gewässernamenbuch. Walter de Gruyter GmbH & Co. KG, Berlin/Boston 2014, ISBN 978-3-11-057891-1: „Gartach“, Seite 166
- ↑ Großgartach - Altgemeinde~Teilort. In: LEO-BW. Landesarchiv Baden-Württemberg, abgerufen am 1. März 2026 (HTTPS).
- ↑ Ulrike Maushake: Herrlich grüne Lebensader Leinbach. In: Heilbronner Stimme Online. 1. Juli 2006 (URL, abgerufen am 1. März 2026).