Intervention

Intervention (Deutsch)

Substantiv, f

Singular Plural
Nominativ die Intervention die Interventionen
Genitiv der Intervention der Interventionen
Dativ der Intervention den Interventionen
Akkusativ die Intervention die Interventionen

Worttrennung:

In·ter·ven·ti·on, Plural: In·ter·ven·ti·o·nen

Aussprache:

IPA: [ɪntɐvɛnˈt͡si̯oːn]
Hörbeispiele:  Intervention (Info)
Reime: -oːn

Bedeutungen:

[1] Politik, Konfliktmanagement: Eingreifen einer bisher unbeteiligten Partei in einen Konflikt
[2] Psychologie, Pädagogik: gezielter Eingriff der verantwortlichen Person (zum Beispiel Therapeut oder Lehrer), um Gefahr oder Störungen zu verhindern oder die Folgen abzumildern
[3] bildungssprachlich, allgemein: Eingreifen und dabei eine bestimmte Meinung vorbringen, sich für etwas einsetzen

Mehrere Bedeutungen fehlen noch. — Kommentar: →Wikipedia-Artikel „Intervention“

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von französisch intervention → fr übernommen, das auf lateinisch interventio → la zurückgeht[1]

Synonyme:

[1–3] Eingreifen, Eingriff, Einschreiten, Intervenieren

Sinnverwandte Wörter:

[1] Schlichtung
[3] Einmischen, Mediation, Mittlung

Gegenwörter:

[2] Beratung, Selbstregulierung

Oberbegriffe:

[1–3] Maßnahme

Unterbegriffe:

[1] Krisenintervention, Staatsintervention

Beispiele:

[1] Die Intervention der UNO in Ruanda war ohne Erfolg.
[1] „Die Niederlage der athenischen Flotte im Nildelta gegen persische Schiffe beendet die griechische Intervention im ägyptischen Aufstand.“[2]
[1] „Eine radikale Intervention wird wenige Stunden später als nicht geschehen dekretiert.“[3]
[2] „Dazu kommen noch weitere Techniken, sogenannte Interventionen, aus der systemischen Therapie. Interventionen werden wie folgt definiert: Eine Intervention ist eine Handlung von Beratenden mit der Absicht, den Interaktionsprozess zu beeinflussen.“[4]
[2] „Nur Elses Mutter verschaffte sich nach einiger Zeit über eine ärztliche Intervention ein Ölöfchen.“[5]
[3] „Bei den fehlenden – örtlich anders gelegenen Stationen – wurde [sic!] die Kästen erst nach meiner persönlichen Intervention angebracht.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] bewaffnete Intervention
[2] paradoxe, pädagogische, psychologische Intervention
[3] persönliche Intervention

Wortbildungen:

Interventionismus, Interventionist, Interventionsklage, Interventionskrieg, Interventionsmodell, Interventionsrecht, Interventionsverbot
interventiv

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Intervention (Politik)“
[2] Wikipedia-Artikel „Intervention (Pädagogik)“
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Intervention“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Intervention“
[1, 3] Duden online „Intervention“
[2] Lexikon der Psychologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2000 auf spektrum.de, „Intervention“

Quellen:

  1. ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort: Intervention.
  2. ↑ wissen.de – Daten der Weltgeschichte „Ägypten 454 v. Chr.“
  3. ↑ Jan Philipp Reemtsma, in Zusammenarbeit mit Fanny Esterházy: Christoph Martin Wieland. Die Erfindung der modernen deutschen Literatur. C. H. Beck, München 2023, ISBN 978-3-406-80070-2, Seite 362.
  4. ↑ Mediation und systemische Therapie: Überlegungen zu einer Adaptierung, Jasmin Cornelius. Abgerufen am 21. November 2017.
  5. ↑ Jochen Buchsteiner: Wir Ostpreußen. Eine ganz gewöhnliche deutsche Familiengeschichte. dtv, München 2025, ISBN 978-3-423-28470-7, Seite 238.
  6. ↑ Interventionsgerontologie, herausgegeben von U. Lehr. Abgerufen am 21. November 2017.