Luzifer

Luzifer (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ (der) Luzifer
—
Genitiv des Luzifer
(des) Luzifers
—
Dativ (dem) Luzifer
—
Akkusativ (den) Luzifer
—
vergleiche Grammatik der deutschen Namen

Alternative Schreibweisen:

Lucifer

Worttrennung:

Lu·zi·fer, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈluːt͡sifɛʁ]
Hörbeispiele:  Luzifer (Info)

Bedeutungen:

[1] Christentum: der Teufel oder Satan in Anschluss an die lateinische Übersetzung von Jesaja 14,12, wo die gottfeindliche babylonische Weltmacht „Luzifer“ genannt wird[1]
[2] Astronomie: der Morgenstern/ die Venus

Herkunft:

lateinisch lūcifer → la „Licht bringend“, zusammengesetzt aus dem Substantiv lux, lūcis → la „Licht“ und dem Verb ferre → la „tragen“; Luzifer heißt also eigentlich »Lichtträger« oder »Lichtbringer«[2]

Beispiele:

[1] „Und wenn Luzifer mit der Schlange identisch sein soll, war er es, der Schritte einleitete, und den Menschen die Augen öffnete, so daß sie ihren Horizont erweitern konnten.“[3]
[1] „Auch in Werken der Rockmusik tritt Luzifer auf, etwa als Ich-Erzähler in "Sympathy for the Devil" der Rolling Stones von 1968 […]“[4]
[1] „Wie Luzifer hinterläßt er Dunkelheit, als er geht.“[5]
[1] „Luzifer aber bestätigt immer seinen Gegenspieler Gott.“[6]
[2] „Man fragt sich auch, warum der wunderbare Morgenstern, Luzifer genannt, der Lichtbringer, in der Vorstellung der Völker als eine Macht des Bösen, als ein gefallener Stern lebt.“[7]

Wortbildungen:

[1] luziferisch

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Luzifer“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Luzifer“
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Luzifer“
[1] Duden online „Luzifer_Mephisto_Satan“
[1] Luzifer. In: Bibel-Lexikon. Verbreitung des christlichen Glaubens e.V. (VCG), 1. November 2004, abgerufen am 4. Februar 2013.

Quellen:

  1. ↑ Robert Weber, Roger Gryson (Herausgeber): Biblia Sacra Vulgata. 5. Auflage. Deutsche Bibelgesellschaft, Stuttgart 2007, Jesaja Kapitel 14, Vers 12
  2. ↑ Boris Paraschkewow: Wörter und Namen gleicher Herkunft und Struktur: Lexikon etymologischer Dubletten im Deutschen. de Gruyter, Berlin 2004, ISBN 3-11-017470-7, Seite 204 (Lux, Google Books).
  3. ↑ Bernd Freytag: Luzifer - Der glänzende Engel. Juni 2009, abgerufen am 4. Februar 2013.
  4. ↑ Wikipedia-Artikel „Luzifer“ (Stabilversion)
  5. ↑ James Salter: Ein Spiel und ein Zeitvertreib. Roman. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2000, ISBN 3-499-22440-2, Seite 63.
  6. ↑ Otto Flake: Marquis de Sade. Mit einem Anhang über Rétif de la Bretonne. Mit zwei Nekrologen auf Otto Flake von Rolf Hochhuth. Deutscher Taschenbuch Velag, München 1966, Seite 53, zuerst 1930.
  7. ↑ Immanuel Velikovsky: Welten im Zusammenstoss. 1. Auflage. Julia White Publishing, 2005, ISBN 3-934402-91-7, Seite 223.