Metabolit

Metabolit (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Metabolit die Metaboliten
Genitiv des Metaboliten der Metaboliten
Dativ dem Metaboliten den Metaboliten
Akkusativ den Metaboliten die Metaboliten

Worttrennung:

Me·ta·bo·lit, Plural: Me·ta·bo·li·ten

Aussprache:

IPA: [metaboˈliːt], [metaboˈlɪt]
Hörbeispiele:  Metabolit (Info)
Reime: -iːt, -ɪt

Bedeutungen:

[1] Biochemie: Substanz, die nach einer biochemischen Reaktion während des Stoffwechsels als Zwischenprodukt resultiert.[1]

Anmerkung:

Bei wissen.de findet sich die Bedeutung: „für den Stoffwechsel notwendige Substanz, z. B. Hormon, Vitamin, Enzym“[2] Diese Formulierung ist falsch. Hormone, Vitamine und Enzyme sind keine Metaboliten, sondern Beispiele für Substanzen, die an einem Stoffwechselprozess beteiligt sein können.

Herkunft:

vom altgriechischen Substantiv μεταβολίτης (metabolitēs☆) → grc „der Umgewandelte“[3]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Produkt des Stoffwechsels, Zwischenprodukt

Gegenwörter:

[1] Antimetabolit

Oberbegriffe:

[1] Effektor, Substanz, Substrat

Unterbegriffe:

[1] Kohlenstoffmetabolit
[1] Anabolit/Syntheseprodukt, Katabolit/Abbauprodukt

Beispiele:

[1] „Aminosäuren sind jedoch nicht ‚nur‘ Bausteine für Proteine, sie dienen auch als Vorstufen verschiedener Metabolite, wie z.B. für Carnitin, Pyrimidine, Purine, Kreatine, usw.“[4]
[1] „Das, was in der Atemluft gemessen wird und Medizinern und Wissenschaftlern Hinweise geben soll auf vorhandene Erkrankungen, sind sogenannte Metabolite. Diese Moleküle sind Zwischenprodukte, die bei biochemischen Stoffwechselvorgängen entstehen.“[5]
[1] „Wenn übermäßig viel des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin abgebaut wird, kann der Metabolit Bilirubin eine vorübergehende Gelbsucht auslösen.“[6]
[1] „Akute Alkoholpolyneuropathie wird von der unmittelbar toxischen Wirkung des Alkohols oder seiner Metaboliten verursacht […]“[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] essenzieller, nicht essenzieller Metabolit

Wortbildungen:

Metabolie, metabolisch, Metabolismus

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Metabolit“
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Metabolit“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Metaboliten“
[1] Duden online „Metabolit“
[1] wissen.de – Gesundheit A–Z „Metabolit“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Metabolit“
[*] Angelika Fallert-Müller (Herausgeber): Lexikon der Biochemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 auf spektrum.de, „Metabolit“
[*] Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 auf spektrum.de, „Metaboliten“
[*] Lexikon der Chemie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1998 auf spektrum.de, „Metabolite“

Quellen:

  1. ↑ Edward D. Harris, Biochemical Facts behind the Definition and Properties of Mtabolites. U.S. Food and Drug Administration (FDA). Abgerufen am 2. Mai 2016.
  2. ↑ Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Metabolit“ auf wissen.de, Wahrig Fremdwörterlexikon „Metabolit“ auf wissen.de
  3. ↑ Metabolit, Chemie.de.
  4. ↑ Wikibooks-Buch „Lehrbuch der Biochemie: Biomoleküle: Aminosäuren“ (Stabilversion)
  5. ↑ Claudia Füssler: Atem des Leidens. In: sueddeutsche.de. 24. Oktober 2013, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 30. März 2016).
  6. ↑ spektrum.de Aktuelle Debatte: EHEC: Wie behandelt man das hämolytisch-urämische Syndrom (HUS)? 31. Mai 2011, abgerufen am 30. März 2016.
  7. ↑ Lexikon der Neurowissenschaft. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 2000 auf spektrum.de, „Alkoholpolyneuropathie“