Morgenstunde hat Gold im Munde
Morgenstunde hat Gold im Munde (Deutsch)
Sprichwort
Nebenformen:
- Morgenstund hat Gold im Mund
- Morgenstunde hat die Arbeit im Mund
- Morgenstund bringt Brot und Gold im Munde
- Morgenstund hat das Brot im Mund
- Morgenstunde hat Gott im Munde
Worttrennung:
- Mor·gen·stun·de hat Gold im Mun·de
Aussprache:
- IPA: [ˌmɔʁɡn̩ʃtʊndə hat ˈɡɔlt ɪm ˌmʊndə]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] es lohnt sich, morgens früh aufzustehen und mit der Arbeit zu beginnen
Herkunft:
Lehnübersetzung des humanistischen Sprichworts aurora musis amica → la (Morgenröte, Freundin der Musen) aus dem 16. Jhd.
Synonyme:
Beispiele:
- [1] „"Vater", sagte ich, "ist es wahr, daß die Morgenstunde Gold im Munde hat?"“[1]
- [1] „Ja wohl, die Morgenstunde hat Gold im Munde, absonnerlich, wann mer se vaschläft.“[2]
- [1] „Schon vor mir ist es von mehrerem Reisenden bemerket worden, daß man unterweges nichts umsonst bekommt, und daß man nicht wie die Morgenstunde und Quecksilberarbeiter Gold im Munde haben muß, sondern in der Hand.“[3]
- [1] „Morgenstunde hat Gold im Munde. Dies Sprüchlein ist auch ein Lügenpatron – ich stehe alle Morgen um 5 Uhr auf und habe weder Gold im Mund, noch in der Tasche. Jetzt hat nur die Abendstunde Gold im Munde.“[4]
- [1] „Morgenstunde hat Gold im Munde! Ja, Gold überall. Die Sonne geht auf in Glnz und Strahlenpracht und streut mit vollen Händen Ströme goldenen Lichtes über Himmel und Erde.“[5]
Übersetzungen
[1] es lohnt sich, morgens früh aufzustehen und mit der Arbeit zu beginnen
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Referenzen und weiterführende Informationen:
Quellen:
- ↑ Peter Rosegger, Als ich noch der Waldbauernbub war, Wie das Zicklein starb, zitiert nach Projekt Gutenberg
- ↑ Ernst Elias Niebergall, Datterich, 3. Bild, 1. Szene, zitiert nach Projekt Gutenberg)
- ↑ Jean Paul, Palingenesien, zitiert nach Projekt Gutenberg)
- ↑ Oettinger, Eduard Maria: Das schwarze Gespenst, Sauerländer 1831 (2. Abt.),
- ↑ Neue Didaskalia: Unterhaltungsblatt. 1856. Abgerufen am 9. September 2020.
- Wolfgang Mieder: Morgenstunde hat Gold im Munde: Studien und Belege zum populärsten deutschsprachigen Sprichwort. Wien: Edition Praesens 1997, ISBN 978-3-901126-77-2