Politbüro

Politbüro (Deutsch)

Substantiv, n

Singular Plural
Nominativ das Politbüro die Politbüros
Genitiv des Politbüros der Politbüros
Dativ dem Politbüro den Politbüros
Akkusativ das Politbüro die Politbüros

Worttrennung:

Po·lit·bü·ro, Plural: Po·lit·bü·ros

Aussprache:

IPA: [poˈlɪtbyˌʁoː]
Hörbeispiele:  Politbüro (Info)

Bedeutungen:

[1] oberstes Gremium innerhalb einer kommunistischen Partei, das die Leitung über die Parteiarbeit innehat

Herkunft:

von Russisch Политбюро (Politbjuro)  ru (Politbüro); verkürzt aus политическое бюро (političeskoe bjuro)  ru (Politisches Büro)
Determinativkompositum aus dem Präfix Polit- und dem Substantiv Büro

Synonyme:

[1] Politisches Büro des Zentralkomitees

Oberbegriffe:

[1] Gremium

Beispiele:

[1] „Die Situation ist verändert und das Politbüro unter Führung von Walter Ulbricht kann nun ganz genüsslich die Etablierung der Deutschen Demokratischen Republik verkünden.“[1]
[1] „Die ausländischen Zeitungen und Zeitschriften bekamen wir nur in der Übersetzung des Politbüros, und auf allen Funkwellen heulten und stöhnten die Störsender, damit die Bürger keine Radioprogramme amerikanischer oder englischer Funkstationen empfangen konnten, die in russischer Sprache sendeten.“[2]
[1] „Im Mai neunzehnhundertachtundvierzig kam es bei der wöchentlichen Sitzung des Politbüros zu einer heftigen Auseinandersetzung.“[3]
[1] „De facto wurde ein Todesurteil vom Politbüro bzw. dem SED-Vorsitzenden getroffen.“[4]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Politbüro
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Politbüro
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Politbüro
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalPolitbüro
[1] The Free Dictionary „Politbüro
[1] Duden online „Politbüro
[1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Politbüro“ auf wissen.de
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Politbüro“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Politbüro
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Politbüro

Quellen:

  1. Hans-Dieter Trosse: Frieden, Freunde, Roggenbrötchen. Seite 140
  2. Wladimir Kaminer: Ausgerechnet Deutschland. Geschichten unserer neuen Nachbarn. Goldmann, München 2018, ISBN 978-3-442-48701-1, Seite 170.
  3. Christoph Hein: Das Narrenschiff. Roman. 7. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-43226-6, Seite 76. 1. Auflage 2025.
  4. Rechtsgeschichte – Die Todesstrafe in der DDR. In: Deutschlandradio. 2026-02-13 (Deutschlandfunk Nova, Text und Audio, Vortragender: Arnd Koch, Strafrechtler, Universität Augsburg, Moderation: Katja Weber, URL, abgerufen am 15. Februar 2026).