Prämolar

Prämolar (Deutsch)

Substantiv, m

Singular 1Singular 2 Plural 1Plural 2
Nominativ der Prämolarder Prämolar die Prämolaredie Prämolaren
Genitiv des Prämolarsdes Prämolaren der Prämolareder Prämolaren
Dativ dem Prämolardem Prämolaren den Prämolarenden Prämolaren
Akkusativ den Prämolarden Prämolaren die Prämolaredie Prämolaren

Worttrennung:

Prä·mo·lar, Plural 1: Prä·mo·la·re, Plural 2: Prä·mo·la·ren

Aussprache:

IPA: [pʁɛmoˈlaːɐ̯][1][2]
Hörbeispiele:  Prämolar (Info)
Reime: -aːɐ̯

Bedeutungen:

[1] kleiner, zweihöckriger Backenzahn

Herkunft:

Determinativkompositum aus prä- und Molar

Synonyme:

[1] Vormahlzahn, Bikuspidat, wissenschaftlich: Dens praemolaris, Zahnbezeichnungen im FDI-Zahnschema: 14, 15, 24, 25, 34, 35, 44, 45

Gegenwörter:

[1] Molar, Postmolar

Oberbegriffe:

[1] Gebiss, Zahn

Unterbegriffe:

[1] Oberkieferprämolar, Unterkieferprämolar

Beispiele:

[1] Wiederkäuer haben drei Prämolaren.
[1] „Während diese in ihren seitlichen bukkalen Becherwandteilen der Betrachtung frei offen stehen, sind die Zähne des Unterkiefers mit Ausnahme des Prämolars pr. 24 nur in ihren basalen Teilstücken sichtbar.“[3]
[1] „›Haben Sie die Leute draußen gesehen?‹, fragt Tenenboym, und der goldene Zahnstocher klickt gegen einen Prämolar.“[4]
[1] „Sie ist rudimentär auf dem Prämolar und letzten Molar, aber deutlich auf dem ersten Molar.“[5]
[1] „Wohl gemerkt, gilt dies nur für den Prämolar 2 der ersten Dentition!“[6]
[1] „In Figur 53 steht an Stelle des zweiten Prämolars links ein stumpfer Zapfenzahn, während er rechterseits gar nicht erschienen ist.“[7]
[1] „Die Prämorale sitzen etwas tiefer und sind infolgedessen weniger abgekaut.“[8]
[1] „Schwieriger ist es, eine Schilderung der Prämorale zu geben.“[9]
[1] „Jetzt werden die ersten 3 Backenzähne (Milchzähne), die Prämolare 1, 2, 3, grundsätzlich gewechselt.“[10]
[1] „In Qafzeh waren die Prämolare der Schädel Qafzeh 3, 6, 8 stark usuriert, so daß detailliertere Beobachtungen nur bei Qafzeh 5–7 und besonders 9 durchgeführt werden konnten.“[11]
[1] „Es musste dies deshalb erwähnt werden, da manche Autoren die Prämolare von rückwärts nach vorn zählen und unter ersten Prämolar jenen verstehen, welcher an die Reihe der echten Molaren stösst.“[12]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] erster Prämolar, zweiter Prämolar

Wortbildungen:

Prämolarisierung, Prämolarisation

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Prämolar“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Prämolar“
[1] The Free Dictionary „Prämolar“
[1] Duden online „Prämolar“

Quellen:

  1. ↑ Stefan Kleiner, Ralf Knöbl und Dudenredaktion: Duden Aussprachewörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 6, Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-04067-4, DNB 1070833770
  2. ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 11., vollständig überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 5, Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-04061-2, DNB 1063360641
  3. ↑ Denkschriften. Mémoires, Band 69. Schweizerische Naturforschende Gesellschaft, 1934, Seite 199 (Zitiert nach Google Books)
  4. ↑ Michael Chabon: Die Vereinigung jiddischer Polizisten. Roman. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018 (übersetzt von Andrea Fischer) (Zitiert nach Google Books)
  5. ↑ Archiv für Naturgeschichte. Band 2. Nicolai, Berlin 1894, Seite 82 (Zitiert nach Google Books)
  6. ↑ Jenaische Zeitschrift für Medizin und Naturwissenschaft. Band 28. Gustav Fischer, Jena 1894 (Zitiert nach Google Books)
  7. ↑ Karl Favè: Beitrag zur Über- und Unterzahl im menschlichen Gebiss. Berichthaus, Zürich 1922 (Zitiert nach Google Books)
  8. ↑ Resultate der wissenschaftlichen Erforschung des Balatonsees. E. Hölzel, Wien 1911, Seite 20 (Zitiert nach Google Books)
  9. ↑ Jahrbuch der Geologischen Bundesanstalt. Geologische Bundesanstalt, Wien 1910, Seite 266 (Zitiert nach Google Books)
  10. ↑ Bruns/Sartorius/Lotze: Das Ansprechen des Rehwildes. Merkmale guter und schlechter Veranlagung. Schaper, Alfeld 1995, Seite 20 (Zitiert nach Google Books)
  11. ↑ Anthropos. Brünn 1959, Seite 270 (Zitiert nach Google Books)
  12. ↑ Jahrbuch der Kaiserlich-Königlichen Geologischen Reichs-Anstalt. K.K. Hof- und Staats-Druckerei, Wien 1876, Seite 222 (Zitiert nach Google Books)