Roué

Roué (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Roué die Roués
Genitiv des Roués der Roués
Dativ dem Roué den Roués
Akkusativ den Roué die Roués

Worttrennung:

Roué, Plural: Roués

Aussprache:

IPA: [ʁu̯eː]
Hörbeispiele:  Roué (Info)

Bedeutungen:

[1] ausschweifender, wüster Mann
[2] hinterhältiger Mann

Herkunft:

von gleichbedeutend französisch roué → fr wörtlich: „Geräderter“, vermutlich im Sinne von jemand, „der es verdient, gerädert zu werden“[1]

Synonyme:

[1] Lebemann, Wüstling

Beispiele:

[1] „Dafür zwirbelte er seinen Schnurrbart, als er sie im Halbdunkel der schwachbeleuchteten Treppe herunterkommen sah, richtete sich auf und warf ihr den Blick eines altmodischen Roués zu.“[2]
[1] „Die Durchschnittslebemänner sind immer Dandys, sei es im bestickten Rock des Hofmanns, sei es in der Soutane des Abbé; die stärkeren und kälteren Begabungen entwickeln sich zum Roué großen Stils, der an Menschenverachtung und Grausamkeit der Auffassung nicht mehr übertroffen werden kann.“[3]
[1] „Nicht nur der glühend werbende Marquis liegt ihr in den Ohren, sondern auch der frivole Abbé, der alte Sünder und eloquente Roué.“[4]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Roué“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Roué“
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Roué“
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Roué“

Quellen:

  1. ↑ Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Roué“
  2. ↑ Erich Maria Remarque: Der Himmel kennt keine Günstlinge. 1. Auflage. Kiepenheuer & Witsch, Köln 2018, ISBN 978-3-462-05236-7, Seite 161. Zuerst 1961.
  3. ↑ Otto Flake: Marquis de Sade. Mit einem Anhang über Rétif de la Bretonne. Mit zwei Nekrologen auf Otto Flake von Rolf Hochhuth. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1966, Seite 76. Zuerst 1930.
  4. ↑ Walter Lennig: Marquis de Sade in Selbstzeugnissen und Bilddokumenten. Rowohlt, Reinbek 1965, Seite 36.