Schmähkritik

Schmähkritik (Deutsch)

Substantiv, f

Singular Plural
Nominativ die Schmähkritik die Schmähkritiken
Genitiv der Schmähkritik der Schmähkritiken
Dativ der Schmähkritik den Schmähkritiken
Akkusativ die Schmähkritik die Schmähkritiken

Worttrennung:

Schmäh·kri·tik, Plural: Schmäh·kri·ti·ken

Aussprache:

IPA: [ˈʃmɛːkʁiˌtiːk]
Hörbeispiele:  Schmähkritik (Info)

Bedeutungen:

[1] Jura: Äußerung, durch welche eine bestimmte Person diffamiert werden soll und es nicht mehr um eine konstruktive Auseinandersetzung in einer bestimmten Angelegenheit geht

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs schmähen und dem Substantiv Kritik

Sinnverwandte Wörter:

[1] Schmähgedicht

Oberbegriffe:

[1] Kritik

Beispiele:

[1] "Für den Bereich, an dem die Meinung die Grenze zur verbotenen Beleidigung überschreitet, hat sich in der juristischen Literatur der Begriff Schmähkritik eingebürgert."[1]
[1] „Um anschaulich zu machen, wie dagegen eine in Deutschland strafbare Schmähkritik aussehen könnte - was man also nicht äußern dürfe -, trug er ein Gedicht mit dem Titel »Schmähkritik« vor, in dem er genau dies tat: Er äußerte das Unäußerbare.“[2]
[1] „Seitdem die Unruhen und Demonstrationen mit Hilfe der Panzer der Sowjetarmee beendet worden waren, gab es, wie Yvonne im Rathaus melden konnte, keine an die Wand gekritzelten Schmähkritiken, keine Flugblätter und keinerlei feindliche Äußerungen.“[3]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Schmähkritik
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schmähkritik
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalSchmähkritik

Quellen:

  1. https://www.welt.de/kultur/article154288705/Schmaehkritik-ist-etwas-althergebracht-Germanisches.html
  2. Frauke Rüdebusch: Zeit-Wort: Schmähen. In: Der Sprachdienst. Nummer Heft 3, 2016, Seite 149-150, Zitat Seite 149.
  3. Christoph Hein: Das Narrenschiff. Roman. 7. Auflage. Suhrkamp, Berlin 2025, ISBN 978-3-518-43226-6, Seite 148. 1. Auflage 2025.