Schmuggel

Schmuggel (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Schmuggel
—
Genitiv des Schmuggels
—
Dativ dem Schmuggel
—
Akkusativ den Schmuggel
—

Worttrennung:

Schmug·gel, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈʃmʊɡl̩]
Hörbeispiele:  Schmuggel (Info)
Reime: -ʊɡl̩

Bedeutungen:

[1] heimlicher Transport zollpflichtiger oder verbotener Waren beziehungsweise von nicht zum Übertritt berechtigten Personen über Grenzen

Herkunft:

smuggel (niederdeutsche Lautung), belegt seit Anfang des 19. Jahrhunderts;[1] Duden hält das Substantiv für eine Rückbildung von dem Verb schmuggeln[2]

Synonyme:

[1] Konterbande, Schmuggelei, Schmuggeln

Oberbegriffe:

[1] Transport

Unterbegriffe:

[1] Alkoholschmuggel, Benzinschmuggel, Butterschmuggel, Drogenschmuggel, Einfuhrschmuggel, Juwelenschmuggel, Kaffeeschmuggel, Menschenschmuggel, Ölschmuggel, Plutoniumschmuggel, Rauschgiftschmuggel, Suchtgiftschmuggel, Tabakschmuggel, Uranschmuggel, Waffenschmuggel, Warenschmuggel, Zigarettenschmuggel

Beispiele:

[1] In der Nachkriegszeit war Schmuggel an vielen Grenzen üblich.
[1] „Zu jener Zeit saß er eine dreimonatige Haftstrafe wegen Schmuggels ab - er hatte Feuersteine in den Hosentaschen nach Polen geschmuggelt.“[3]
[1] „Viele muslimische Händler umgehen das Monopol der Europäer, Schmuggel ist verbreitet.“[4]
[1] „Am besten florierten Schmuggel, Geldwäsche und internationaler Waffenhandel.“[5]
[1] „Wenn die stillschweigende Duldung der Zollbeamten dem Schmuggel in China rechtfertigt, dann tut sie das auch in London und möglicherweise New York.“[6]

Wortbildungen:

Schmuggelschiff, Schmuggelware

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Schmuggel“
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Schmuggel“
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Schmuggel“
[1] The Free Dictionary „Schmuggel“
[*] Duden online „Schmuggel“

Quellen:

  1. ↑ Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „schmuggeln“.
  2. ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort: „Schmuggel“.
  3. ↑ Angela Bajorek: Wer fast nichts braucht, hat alles. Janosch. Die Biographie. Ullstein, Berlin 2016, ISBN 978-3-550-08125-5, Seite 19. Polnisches Original 2015.
  4. ↑ Constanze Kindel: Um Gold und den rechten Glauben. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 42-51, Zitat Seite 47.
  5. ↑ Björn Berge: Atlas der verschwundenen Länder. Weltgeschichte in 50 Briefmarken. dtv, München 2018 (übersetzt von Günter Frauenlob, Frank Zuber), ISBN 978-3-423-28160-7, Seite 183. Norwegisches Original 2016.
  6. ↑ James Fenimore Cooper: Ned oder Ein Leben vor dem Mast. 3. Auflage. mareverlag, Hamburg 2017 (übersetzt von Alexander Pechmann), ISBN 978-3-86648-190-9, Seite 204. Englisches Original 1843.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: schmuggle