Stumpfsinn

Stumpfsinn (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Stumpfsinn
Genitiv des Stumpfsinns
des Stumpfsinnes
Dativ dem Stumpfsinn
dem Stumpfsinne
Akkusativ den Stumpfsinn

Worttrennung:

Stumpf·sinn, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈʃtʊmp͡fˌzɪn]
Hörbeispiele:  Stumpfsinn (Info)

Bedeutungen:

[1] Geisteszustand der Interesselosigkeit
[2] interessetötende Eigenschaft einer Tätigkeit, eintöniges Tun
[3] Etwas Unsinniges

Herkunft:

Rückbildung aus dem Adjektiv stumpfsinnig, belegt seit Ende des 18. Jahrhunderts[1]

Synonyme:

[1] Interesselosigkeit
[2] Stupidität
[3] Unsinn

Sinnverwandte Wörter:

[1] Apathie

Beispiele:

[1] „An einem Sonntagnachmittag, wenn die Läden geschlossen sind und das Proletariat mit einer Art von starrem Stumpfsinn die Straße beherrscht, gibt es gewisse Verkehrsadern, die einen an nichts Geringeres gemahnen als an einen großen, der Länge nach aufgeschnittenen, von Schanker behafteten Pint.“[2]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2, 3] Wikipedia-Artikel „Stumpfsinn
[1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Stumpfsinn
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Stumpfsinn
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Stumpfsinn
[1, 2] The Free Dictionary „Stumpfsinn
[1–3] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 7., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort: „Stumpfsinn“.
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalStumpfsinn

Quellen:

  1. Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Stumpfsinn
  2. Henry Miller: Wendekreis des Krebses. Roman. 5. Auflage. Rowohlt, Reinbek 1963 (übersetzt von Kurt Wagenseil), Seite 57. Englisches Original Paris 1934.