Trauerwoche
Trauerwoche (Deutsch)
Substantiv, f
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | die Trauerwoche | die Trauerwochen |
| Genitiv | der Trauerwoche | der Trauerwochen |
| Dativ | der Trauerwoche | den Trauerwochen |
| Akkusativ | die Trauerwoche | die Trauerwochen |
Worttrennung:
- Trau·er·wo·che, Plural: Trau·er·wo·chen
Aussprache:
- IPA: [ˈtʁaʊ̯ɐˌvɔxə]
- Hörbeispiele: Trauerwoche (Info)
Bedeutungen:
- [1] Zeitraum von einer Woche, in dem aus einem bestimmten Anlass getrauert wird
- [2] speziell; Judentum: unmittelbar nach dem Begräbnis eines Anverwandten ersten Grades (Vater, Mutter, Bruder, Schwester, Sohn, Tochter sowie Ehegatte oder Ehegattin) beginnende siebentägige Trauerzeit
Herkunft:
- Determinativkompositum aus dem Stamm des Verbs trauern und dem Substantiv Woche
Synonyme:
- [2] Schiwa, Schiwa-Woche
Oberbegriffe:
- [1, 2] Trauerzeit, Woche
Beispiele:
- [1] „Was sich nach den sechs Trauerwochen in Marokko politisch abspielen wird, das zu wissen maßt sich freilich nicht einmal Burgiba an.“[1]
- [1] „Er zeigte auch volles Verständnis für das Schweigen und die Abwesenheit der Queen in der Trauerwoche: Sie habe ihre Familie und besonders die Kinder schützen und von der Öffentlichkeit fernhalten wollen.“[2]
- [1] „Man darf vermuten, dass hinter der Papstverehrung, die in der Trauerwoche so fulminant aufblühte, da und dort auch reiner Eskapismus sich Bahn brach, Weltflucht pur.“[3]
- [1] „Dieses Wochenende ging in Ruanda die Trauerwoche zu Ende, mit der jedes Jahr ab dem 7. April den über 800.000 Toten des Genozids von 1994 gedacht wird.“[4]
- [1] „Doch Spaniens weltberühmte Karwoche, mit der seit dem Mittelalter des Todes Christi gedacht wird, ist nicht nur in Sevilla immer weniger eine rein religiöse Trauerwoche, dafür aber immer mehr ein rauschendes Massenvolksfest.“[5]
- [2] „Nach einer traditionellen Trauerwoche werde Staatspräsident Ezer Weizman aller Wahrscheinlichkeit nach Peres, der kommissarisch das Amt des Regierungschefs und auch die Leitung des zuvor von Rabin geführten Verteidigungsministeriums übernommen hat, mit der Bildung einer neuen Regierung beauftragen.“[6]
- [2] „Eine Parkbank ist alles, was die ukrainische Jüdin Rose im Moment braucht. Sie hält Shiv’a, die Trauerwoche, für einen verstorbenen Verwandten.“[7]
- [2] „Und so schrieb David Grossman nach der Trauerwoche weiter an seinem Buch über eine Familie, die von der Gewalt, von den Kriegen, von der ständigen Bedrohung, der inneren und der äußeren, zerfressen wird, und über die Menschen, die sich wehren gegen das, was diese Gewalt anrichtet: […].“[8]
- [2] „Nach der Beerdigung gibt es im jüdischen Ritus, anders als bei Christen, keinen ‚Leichenschmaus‘. Stattdessen bereiten Freunde und Nachbarn eine Mahlzeit für die Trauernden vor. Auch in der Schiwa, der sieben Tage währenden Trauerwoche, werden die Angehörigen von Freunden und Verwandten mit Essen versorgt.“[9]
- [2] „Schon in der Trauerwoche nach dem Tod von Mojsches Frau sucht er eine neue Ehe für ihn einzufädeln, Mojsche aber will erst einen ganzen Trauermonat, dann ein volles Trauerjahr vergehen lassen.“[10]
Übersetzungen
[2] Judentum
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Die Übersetzungen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag „Schiwa“. Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden. |
Referenzen und weiterführende Informationen:
- [*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Trauerwoche“
- [*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Trauerwoche“
- [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Trauerwoche“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Trauerwoche“
Quellen:
- ↑ Sigfrid Dinser: Frieden für Algerien? In: DIE ZEIT. Nummer 10, 3. März 1961, ISSN 0044-2070, Seite 3 (Archiv-URL, abgerufen am 22. Februar 2026).
- ↑ „MILLIARDEN MENSCHEN NAHMEN ABSCHIED VON DIANA“. In: Nürnberger Nachrichten. 8. September 1997, Seite 4.
- ↑ Robert Leicht: Nach einer Woche der echten Trauer… In: Zeit Online. Nummer 15, 13. April 2005, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 22. Februar 2026).
- ↑ Dominic Johnson: Symbolträchtiger Mordanschlag in Ruanda. In: taz.die tageszeitung. Nummer 8555, 15. April 2008, ISSN 1434-4459, Seite 11.
- ↑ Fest mit vielen Gesichtern. In: St. Galler Tagblatt. Nummer 94, 21. April 2011, Seite 9.
- ↑ dpa/Reuters: Abzug aus Westjordanland geht weiter. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 257, 8. November 1995, ISSN 0174-4917, Seite 8.
- ↑ Die Macht der Erinnerung. In: taz.die tageszeitung. 2. September 2004, ISSN 1434-4459, Seite Ⅰ (Ausgabe Hamburg, Beilage: Hamburger Kulturkalender).
- ↑ Carolin Emcke: „Ich möchte nicht wütend sein“. In: DIE ZEIT. Nummer 34, 20. August 2009, ISSN 0044-2070 (Archiv-URL, abgerufen am 22. Februar 2026).
- ↑ Rivka Kibel: Trauer-Arbeit. In: Jüdische Allgemeine. Wochenzeitung für Politik, Kultur, Religion und jüdisches Leben. 5. Januar 2012, ISSN 1618-9698, Seite 11.
- ↑ Jakob Hessing: Der jiddische Witz. Eine vergnügliche Geschichte. Beck, München 2020, ISBN 978-3-406-75473-9, Seite 116.