Wecker
Wecker (Deutsch)
Substantiv, m
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | der Wecker | die Wecker |
| Genitiv | des Weckers | der Wecker |
| Dativ | dem Wecker | den Weckern |
| Akkusativ | den Wecker | die Wecker |
Worttrennung:
- We·cker, Plural: We·cker
Aussprache:
- IPA: [ˈvɛkɐ]
- Hörbeispiele: Wecker (Info)
- Reime: -ɛkɐ
Bedeutungen:
- [1] Uhr, die zu einer vorher eingestellten Zeit ein Signal gibt
- [2] umgangssprachlich, scherzhaft, abwertend: sehr große Armbanduhr
- [3] umgangssprachlich, scherzhaft, abwertend: sehr große Taschenuhr
- [4] weckende Person, weckendes Tier
- [5] Telekommunikation, fachsprachlich: Telefonklingel; ein akustischer Signalgeber für eingehende Gespräche
- [6] Eisenbahnwesen, fachsprachlich: akustische Vorrichtung am Bahnübergang zum Warnen und Signalisieren
Herkunft:
- Ableitung vom Stamm des Verbs wecken mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -er, mit der Bedeutung „Weckuhr“ seit dem 17. Jahrhundert belegt[1]; Wortform wecker „jemand, der andere aufweckt“ schon mittelhochdeutsch[2]
Synonyme:
- [1] Weckuhr
Weibliche Wortformen:
- [4] Weckerin
Oberbegriffe:
- [1–3] Uhr
- [2] Armbanduhr
- [3] Taschenuhr
- [5] Signalgeber
Unterbegriffe:
- [1] Biorhythmus-Wecker, Handywecker, Küchenwecker, Kurzzeitwecker, Lichtwecker, Quarzwecker, Radiowecker, Radwecker, Reisewecker, Rotorwecker, Schlafphasenwecker, Wurfwecker
Beispiele:
- [1] Wenn du den Wecker nicht einschaltest, klingelt er auch nicht.
- [1] „Um fünf Uhr am nächsten Morgen weckte mich der Ruf des Muezzins, noch bevor mein Wecker losging.“[3]
- [1] „Die Zeiger des Weckers im Schlafzimmer ticken lauter als sonst.“[4]
- [1] „Zuerst dachte er, es sei der Wecker, der ihn aufstehen hieß, aber dann wurde er vollends wach und besann sich auf seinen Beruf.“[5]
- [1] „Dann sah sie zum Wecker auf der Nachkonsole.“[6]
- [2, 3] Du hast aber einen großen Wecker!
- [4] Der Hahn ist ein guter Wecker.
- [5]
- [6] Der Wecker warnt vor einem durchfahrenden Zug.
Redewendungen:
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1–3] mit Adjektiv: analoger/digitaler/elektrischer Wecker
- [6] elektromechanischer Wecker
- [1] mit Verb: den Wecker abstellen/stellen/nicht hören/vergessen zu stellen/ziehen
- [1–3, 5, 6] der Wecker geht/klingelt/läutet/rasselt/schrillt
- [2, 3] einen Wecker anziehen/ausziehen/tragen, sich den Wecker anlegen/ablegen
- [4] der Wecker krächzt/kräht
Wortbildungen:
- Weckertanz, Weckeruhr
Übersetzungen
[1] Uhr, die zu einer vorher eingestellten Zeit ein Signal gibt
|
[2] sehr große Armbanduhr
[3] sehr große Taschenuhr
[4] weckende Person, weckendes Tier
[6] akustische Vorrichtung am Bahnübergang
Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Wecker“
- [1, 5, 6] Wikipedia-Artikel „Wecker (Begriffsklärung)“
- [1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Wecker“
- [1] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Wecker“ auf wissen.de
- [1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Wecker“
- [1] The Free Dictionary „Wecker“
- [1] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „Wecker“
- [1] Joachim Heinrich Campe (Hrsg.): Wörterbuch der Deutschen Sprache, „Wecker“
- [1, 2] Duden online „Wecker“
- [1, 2, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Wecker“
- [1, 4] Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „Wecker“.
- [1, 4] Josef Müller (Bearbeiter und Herausgeber), ab Band Ⅶ herausgegeben von Karl Meisen, Heinrich Dittmaier und Matthias Zender: Rheinisches Wörterbuch. 9 Bände. Bonn und Berlin 1928–1971, Stichwort „Wecker“.
- [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Wecker“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Wecker“
Quellen:
- ↑ Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 5., neu bearbeitete Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort wecken.
- ↑ Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „wecken“
- ↑ Lois Pryce: Mit 80 Schutzengeln durch Afrika. Die verrückteste, halsbrecherischste, schrecklich-schönste Reise meines Lebens. DuMont Reiseverlag, Ostfildern 2018 (übersetzt von Anja Fülle, Jérôme Mermod), ISBN 978-3-7701-6687-9, Seite 56. Englisches Original 2009.
- ↑ Nava Ebrahimi: Sechzehn Wörter. Roman. btb, München 2019, ISBN 978-3-442-71754-5, Seite 297.
- ↑ Anaïs Nin: Ein Spion im Haus der Liebe. Roman. 2. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1983 (übersetzt von Rolf Hellmut Foerster), ISBN 3-423-10174-1, Seite 5. Englisches Original 1954.
- ↑ Mechtild Borrmann: Grenzgänger. Die Geschichte einer verlorenen deutschen Kindheit. Roman. Droemer, München 2019, ISBN 978-3-426-30608-6, Seite 73.
Substantiv, m, f, Nachname
| Singular m | Singular f | Plural 1 | Plural 2 | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der Wecker (Wecker) |
die Wecker (Wecker) |
die Weckers | die Wecker | ||
| Genitiv | des Wecker des Weckers Weckers |
der Wecker (Wecker) |
der Weckers | der Wecker | ||
| Dativ | dem Wecker (Wecker) |
der Wecker (Wecker) |
den Weckers | den Wecker | ||
| Akkusativ | den Wecker (Wecker) |
die Wecker (Wecker) |
die Weckers | die Wecker | ||
| siehe auch: Grammatik der deutschen Namen | ||||||
Anmerkung:
- Der mündliche, umgangssprachliche Gebrauch des Artikels bei Nachnamen ist nicht einheitlich. Norddeutsch gebraucht man tendenziell keinen Artikel, mitteldeutsch ist der Gebrauch uneinheitlich, in süddeutschen, österreichischen und schweizerischen Idiomen wird der Artikel tendenziell gebraucht.
- Für den Fall des Artikelgebrauches gilt: der „Wecker“ – für männliche Einzelpersonen, die „Wecker“ im Singular – für weibliche Einzelpersonen; ein oder eine „Wecker“ für einen Angehörigen oder eine Angehörige aus der Familie „Wecker“ oder der Gruppe der Namenträger. Die im Plural gilt für die Familie oder alle Namenträger gleichen Namens. Der schriftliche, standardsprachliche Gebrauch bei Nachnamen ist prinzipiell ohne Artikel.
Worttrennung:
- We·cker, Plural 1: We·ckers, Plural 2: We·cker
Aussprache:
- IPA: [ˈvɛkɐ]
- Hörbeispiele: Wecker (Info)
- Reime: -ɛkɐ
Bedeutungen:
Abkürzungen:
- [1] W.
Herkunft:
- Lautvariante von Wacker, für einen Menschen der aufmerksam, lebhaft oder tapfer ist. In Einzelfällen kann es sich auch um einen Übernamen für eine indirekte Berufsbezeichnung des Bäckers handeln (von mittelhochdeutsch wecke → gmh oder wegge → gmh (‚Keil, keilförmiges Gebäck‘) beziehungsweise die Verhochdeutschung von mittelniederdeutsch wegge → gml mit derselben Bedeutung). Ebenfalls in Einzelfällen kann es sich um einen Übernamen für einen Wächter, Nachtwächter (von mittelniederdeutsch weker → gml), um eine Lautvariante des Patronyms des Rufnamens Wacar oder um eine Benennung nach der Herkunft zur gleichnamigen Siedlung Wecker in Luxemburg handeln.[1]
Namensvarianten:
- Wacker, Wackerl, Wackerle, Wackermann, Wackers, Wackert, Weck, Weckerle, Weckerlein, Weckerlin, Weckerling, Weckermann, Weckert, Weckler
Bekannte Namensträger: (Links führen zu Wikipedia)
Beispiele:
- [1] Herr Wecker hat seinen Bauantrag fristgerecht eingereicht.
- [1] Frau Wecker hat vor Gericht erfolgreich gegen ihre Kündigung geklagt.
- [1] Bei den Weckers ist immer was los.
Charakteristische Wortkombinationen:
- mit Anrede: Herr/Frau Wecker; veraltet: Fräulein Wecker
- mit Titel: Doktor/Professor/Privatdozent/Universitätsprofessor Wecker; Wecker der Ältere/der Jüngere; Wecker junior/senior; Direktor/Hofrat/Meister Wecker; Bruder/Pfarrer/Schwester Wecker
Übersetzungen
[1] deutschsprachiger Nachname, Familienname
|
Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Wecker (Begriffsklärung)“
- [1] „Wecker“ bei Geogen Deutschland 3.2 Online. Bei Geogen Deutschland v4: „Wecker“
- [1] Digitales Familiennamenwörterbuch Deutschlands: „Wecker“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Wecker“
- [1] Wecker bei forebears.io
Quellen:
Substantiv, n, Toponym
| Singular | Plural | |
|---|---|---|
| Nominativ | (das) Wecker | — |
| Genitiv | (des Wecker) (des Weckers) Weckers |
— |
| Dativ | (dem) Wecker | — |
| Akkusativ | (das) Wecker | — |
Anmerkung zum Artikelgebrauch:
- Der Artikel wird gebraucht, wenn „Wecker“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.
Worttrennung:
- We·cker, kein Plural
Aussprache:
- IPA: [ˈvɛkɐ]
- Hörbeispiele: Wecker (Info)
- Reime: -ɛkɐ
Bedeutungen:
Oberbegriffe:
- [1] Ortschaft
Holonyme:
- [1] Biwer
Beispiele:
- [1] Wecker liegt in Luxemburgs Osten.
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] in Wecker anlangen, in Wecker arbeiten, sich in Wecker aufhalten, in Wecker aufwachsen, Wecker besuchen, durch Wecker fahren, nach Wecker fahren, über Wecker fahren, nach Wecker kommen, nach Wecker gehen, in Wecker leben, nach Wecker reisen, aus Wecker stammen, in Wecker verweilen, nach Wecker zurückkehren
Übersetzungen
[1] Ortschaft in Biwer, Luxemburg
Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1] Wikipedia-Artikel „Wecker (Biwer)“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „Wecker“