Zapfen

Zapfen (Deutsch)

Substantiv, m

Singular Plural
Nominativ der Zapfen die Zapfen
Genitiv des Zapfens der Zapfen
Dativ dem Zapfen den Zapfen
Akkusativ den Zapfen die Zapfen

Worttrennung:

Zap·fen, Plural: Zap·fen

Aussprache:

IPA: [ˈt͡sap͡fn̩]
Hörbeispiele:  Zapfen (Info)
Reime: -ap͡fn̩

Bedeutungen:

[1] kleiner Stab oder Konus, der aus einer Ebene herausragt
[2] Botanik: ährenartiger meist aufrechter Blütenstand mit meist schraubig angeordneten Staubblättern bei männlichem oder Samenschuppen bei weiblichem
[3] Botanik: trockener Fruchtverband, der sich aus dem weiblichen Blütenstand [2] während der Fruchtreife entwickelt hat, wie er für Koniferen typisch ist
[4] Spund eines Fasses
[5] Sehzelle auf der Netzhaut des Auges zur Wahrnehmung von Farben
[6] regional: Flaschenverschluss
[7] Gastronomie, Österreich: mageres, rundes Teilstück der Rinderkeule

Synonyme:

[2] Blütenstand
[3] Fruchtzapfen; Tirol, Kärnten: Tschurtschen; wissenschaftlich: Strobilus
[4] Zapfhahn, Spund
[6] Korken, Pflock
[7] Kugel, Nuss

Verkleinerungsformen:

[1] Zäpfchen

Oberbegriffe:

[2] Blütenstand
[3] Fruchtverband
[5] Zelle
[7] Rindfleisch, Fleisch, Lebensmittel

Unterbegriffe:

[3] Tannenzapfen, Erlenzapfen, Fichtenzapfen, Kiefernzapfen, Lärchenzapfen

Beispiele:

[1] „Robinson ließ den Zapfen des Schützes um drei Löcher steigen und blockierte ihn, indem er einen Stift in das vierte Loch steckte.“[1]
[2] Zur Blütezeit stehen die männlichen Zapfen einzeln oder in lockeren Gruppen und streuen ihre Pollen aus. Die Samenschuppen der weiblichen Zapfen können als weibliche Blüten interpretiert werden.
[3] Zwischen Bestäubung und Befruchtung verstreicht eine längere Zeit (bei Kiefern ungefähr ein Jahr) und die Samen werden aus den Zapfen erst im dritten Jahr ausgestreut.
[3] Die Zapfen verschiedener Nadelbäume werden gerne zum Basteln benutzt.
[4] Beim Fassanstich muss der Zapfen in das Fass geschlagen werden.
[5] Es gibt drei Arten von Zapfen: Zur Wahrnehmung von rot, grün und blau.
[6]
[7] „Der Zapfen, auch Nuss oder Kugel genannt, ist ein gutes, fast fettfreies Rindfleisch, das man genauso verwendet, wie das Schalenfleisch.“[2]

Redewendungen:

Zapfen haben

Wortbildungen:

[1] Eiszapfen, verzapfen
[4] Zapfenstreich

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–6] Wikipedia-Artikel „Zapfen
[1–4] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Zapfen
[1, 3, 4, 6] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Zapfen
[1–5] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalZapfen
[1–6] Duden online „Zapfen
[5] wissen.de – Gesundheit A–Z „Zapfen
[7] Jakob Ebner: Duden, Wie sagt man in Österreich? Wörterbuch des österreichischen Deutsch. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04984-4 „Zapfen“, Seite 424.

Quellen:

  1. Michel Tournier: Freitag oder Im Schoß des Pazifik. Roman. 1. Auflage. Aufbau-Verlag, Berlin/Weimar 1984 (Originaltitel: Vendredi ou les limbes du Pacifique, übersetzt von Herta Osten aus dem Französischen), DNB 850046661 (Erstausgabe bei Hoffmann und Campe, Hamburg 1968; Lizenz von ebendem; Ausgabe für die sozialistischen Länder), Seite 108.
  2. www.8ung.at/voglhub/Lexikon: Zapfen (Nuss)

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Krapfen, stapfen, Zäpfchen, zapfen