Zwangsverstaatlichung

Zwangsverstaatlichung (Deutsch)

Substantiv, f

Singular Plural
Nominativ die Zwangsverstaatlichung die Zwangsverstaatlichungen
Genitiv der Zwangsverstaatlichung der Zwangsverstaatlichungen
Dativ der Zwangsverstaatlichung den Zwangsverstaatlichungen
Akkusativ die Zwangsverstaatlichung die Zwangsverstaatlichungen

Worttrennung:

Zwangs·ver·staat·li·chung, Plural: Zwangs·ver·staat·li·chun·gen

Aussprache:

IPA: [ˈt͡svaŋsfɛɐ̯ˌʃtaːtlɪçʊŋ]
Hörbeispiele:  Zwangsverstaatlichung (Info)

Bedeutungen:

[1] unfreiwilliger (per Gesetz erzwungener) Verkauf oder Übergabe der Leitung bzw. Verwaltung privater Unternehmen oder Liegenschaften an einen Staat

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem Präfix zwangs- und dem Substantiv Verstaatlichung

Gegenwörter:

[1] Zwangsprivatisierung

Oberbegriffe:

[1] Verstaatlichung

Beispiele:

[1] Durch die Zwangsverstaatlichung wurde die Bank zum Staatseigentum.
[1] „Der Grund dafür ist, dass Hypo und Volksbanken AG bisher ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen konnten und auch durch die Zwangsverstaatlichung der Hypo sowie der "Bad Bank" der Kommunalkredit erhebliche Mehrkosten angefallen sind.“[1]
[1] „Die rechtskonservative Regierung unter Premierminister Viktor Orban hat Montagabend die Zwangsverstaatlichung des gesamten Abfallwirtschaftsbereichs in Ungarn beschlossen.“[2]

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Zwangsverstaatlichung
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „Zwangsverstaatlichung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalZwangsverstaatlichung

Quellen:

  1. Bankenhilfe kostete bisher 1,4 Milliarden Euro. In: Der Standard digital. 5. Mai 2011 (URL, abgerufen am 20. März 2026).
  2. Saubermacher drohen Millionenverluste in Ungarn. Abgerufen am 20. März 2026.