ausbeuteln
ausbeuteln (Deutsch)
Verb
| Person | Wortform | |||
|---|---|---|---|---|
| Präsens | ich | beutel aus beutle aus beutele aus | ||
| du | beutelst aus | |||
| er, sie, es | beutelt aus | |||
| Präteritum | ich | beutelte aus | ||
| Konjunktiv II | ich | beutelte aus | ||
| Imperativ | Singular | beutel aus! beutle aus! beutele aus! | ||
| Plural | beutelt aus! | |||
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb | ||
| ausgebeutelt | haben | |||
Alle weiteren Formen: Flexion:ausbeuteln | ||||
Worttrennung:
- aus·beu·teln, Präteritum: beu·tel·te aus, Partizip II: aus·ge·beu·telt
Aussprache:
- IPA: [ˈaʊ̯sˌbɔɪ̯tl̩n]
- Hörbeispiele: —
Bedeutungen:
- [1] ein Kleidungstück durch häufiges Tragen ausbeulen
- [2] süddeutsch, österreichisch: etwas ausschütteln
- [3] landschaftlich, übertragen: jemandem sein Geld durch List abnehmen, jemanden ausnehmen
Herkunft:
- strukturell: gebildet aus der Partikel aus als Verbzusatz und dem Verb beuteln[1]
Synonyme:
- [1] ausbeulen, ausdehnen
- [1] abschütteln, ausschütteln
- [3] ausnehmen, aussackeln
Beispiele:
- [1] Ihre Taschen waren ausgebeutelt wie bei einer Känguruhmutter.[2]
- [2] Aber dann hat die Holding den Gehaltsabschluss für 2005/06 doch noch durchgebracht, indem wir uns konzernweit - bildlich gesprochen - auf den Kopf gestellt und alle Hosentaschen ausgebeutelt haben.[3]
- [2] Der Strohsack wurde ausgebeutelt und nachgefüllt, die Decken und Pölster frisch überzogen.[4]
- [3] Selbst die freie Wissenschaft wird von ihr ausgebeutelt.[5]
- [3] Geht er nach einer Stunde freilich ausgebeutelt von dannen, so weiß er recht gut, daß er mit Bauernfängern zusammen gewesen, die ihn im Kümmelblättchen-Spiel, so eine Art Hokus-Pokus mit Kartenerraten, gründlich übers Ohr gehauen haben.[6]
Charakteristische Wortkombinationen:
- [1] die Hosenbeine, Hosentaschen, Manteltaschen ausbeuteln
- [2] das Staubtuch, die Tischdecke, den Teppich ausbeuteln
- [3] jemanden beim Glückspiel, beim Skat ausbeuteln
Wortbildungen:
- Ausbeuteln, ausbeutelnd, Ausbeutelung, ausgebeutelt
Übersetzungen
[1] ein Kleidungstück durch häufiges Tragen ausbeulen
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[3] jemandem sein Geld durch List abnehmen, jemanden ausnehmen
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Referenzen und weiterführende Informationen:
- [1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ausbeuteln“
- [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „ausbeuteln“
- [2] ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Auf der Grundlage des amtlichen Regelwerks. Schulausgabe – 43. Auflage. ÖBV, Wien 2016, ISBN 978-3-209-08513-9 (Bearbeitung: Magdalena Eybl et al.; Red.: Christiane M. Pabst, Herbert Fussy, Ulrike Steiner), Seite 74, Eintrag „ausbeuteln“.
- [1, 2] Duden online „ausbeuteln“
Quellen:
- ↑ Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ausbeuteln“
- ↑ Thomas Geve: Gerraubte Kindheit. Südverlag, 1993, ISBN 3-87800-011-1, Seite 235 (Online).
- ↑ Barbara Petsch: Interview: "Wir haben alle Hosensäcke ausgebeutelt!". In: DiePresse.com. 26. April 2008, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 5. Februar 2026).
- ↑ Marianne Messerer, Veronika Plöckinger-Walenta: Dörflicher „Frühjahrsputz“ – Arbeiten in Haus, Garten, Feld und Weingarten. museumsdorf.wordpress.com, abgerufen am 5. Februar 2026.
- ↑ Wikisource-Quellentext „Die Gartenlaube (1854)/Heft 13“ (Stabilversion).
- ↑ Verein für die Geschichte Berlins (Herausgeber): Reise nach Berlin 1872. Die Bauernfänger von Berlin. (Online).
Ähnliche Wörter (Deutsch):
- ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: ausbeuten
- Anagramme: ausbeulten