bärbeißig

bärbeißig (Deutsch)

Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
bärbeißig bärbeißiger am bärbeißigsten
Alle weiteren Formen: Flexion:bärbeißig

Alternative Schreibweisen:

Schweiz und Liechtenstein: bärbeissig

Worttrennung:

bär·bei·ßig, Komparativ: bär·bei·ßi·ger, Superlativ: am bär·bei·ßigs·ten

Aussprache:

IPA: [ˈbɛːɐ̯ˌbaɪ̯sɪç], [ˈbɛːɐ̯ˌbaɪ̯sɪk]
Hörbeispiele:  bärbeißig (Info),  bärbeißig (Info)

Bedeutungen:

[1] mürrisch, grimmig

Herkunft:

[1] von der [seltenen] Eigenschaft eines Jagdhundes, auch Bären anzugreifen

Synonyme:

[1] brummig, grantig, mürrisch, misslaunig, sackgrob

Gegenwörter:

[1] einschmeichelnd, zutunlich

Beispiele:

[1] „[…] und während sein Gesicht einen bärbeißigen und verlegenen Ausdruck annimmt, ist er ersichtlich nicht einig mit sich, wohin er blicken soll […]“[1] (1909)
[1] „So bärbeißig wie Stefan Ustorf die drei Sorten Pasta vom Buffet auf seinen Teller schaufelt, erweckt der Eishockey-Nationalspieler den Eindruck, er wolle den nächsten Gegner allein mit Kohlehydraten besiegen.“[2]
[1] „Regisseur und Drehbuchautor Niki Stein zeigt bekannte Krimi-Typen: korrupte Politiker, charakterstarke Kommissare, fiese Killer, bärbeißige Anwältinnen und einen Maulwurf in den Reihen der Polizei.“[3]
[1] „Der bärbeißige Auftritt von Harrison Ford ist das Highlight von ‚Cowboys & Aliens‘.“[4]
[1] „2012 musste der bullige, bärbeißige Politiker als Außenminister zurücktreten, weil er wegen Amtsmissbrauchs in betrügerischer Absicht angeklagt worden war.“[5]

Wortbildungen:

Bärbeißigkeit
Bärbeißigsein

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „bärbeißig“
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „bärbeißig“

Quellen:

  1. ↑ Thomas Mann, Königliche Hoheit, 1909, zit. nach Große kommentierte Frankfurter Ausgabe, Bd. 4.1, 2004, S. 10.
  2. ↑ Der Spiegel, 21.02.1994, S. 206.
  3. ↑ Der Spiegel, 10.11.2008, S. 82.
  4. ↑ Abendzeitung, 25.08.2011, S. 19.
  5. ↑ Süddeutsche Zeitung, 03.06.2019, S. 4.