blühender Unsinn

blühender Unsinn (Deutsch)

Substantiv, m, Redewendung, Wortverbindung, adjektivische Deklination

starke Deklination ohne Artikel
Singular Plural
Nominativ blühender Unsinn
—
Genitiv blühenden Unsinns
blühenden Unsinnes
—
Dativ blühendem Unsinn
—
Akkusativ blühenden Unsinn
—
schwache Deklination mit bestimmtem Artikel
Singular Plural
Nominativ der blühende Unsinn
—
Genitiv des blühenden Unsinns
des blühenden Unsinnes
—
Dativ dem blühenden Unsinn
—
Akkusativ den blühenden Unsinn
—
gemischte Deklination (mit Possessivpronomen, »kein«, …)
Singular Plural
Nominativ ein blühender Unsinn
—
Genitiv eines blühenden Unsinns
eines blühenden Unsinnes
—
Dativ einem blühenden Unsinn
—
Akkusativ einen blühenden Unsinn
—

Worttrennung:

blü·hen·der Un·sinn, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈblyːəndɐ ˈʊnzɪn]
Hörbeispiele:  blühender Unsinn (Info)

Bedeutungen:

[1] sehr großer Unsinn

Herkunft:

Johann Georg Friedrich Messerschmidt veröffentlichte 1837 im zweiten Teil des Werkes „Deutsches Lesebuch. Eine Auswahl zweckmäßiger Lesestücke zur Übung im richtigen und schönen Vortrag und zum Unterricht in der deutschen Sprache. Zunächst für die obere Classe der Vorschule und die Handelsschule zu Bremen“ ein sechsstrophiges Gedicht mit der Überschrift Blühender Unsinn. Damit war die Wortverbindung geboren.[1]

Synonyme:

[1] blühender Blödsinn

Beispiele:

[1] Was du da schon wieder erzählst, ist doch nichts weiter als blühender Unsinn, der deiner Fantasie entspringt!

Charakteristische Wortkombinationen:

blühenden Unsinn verbreiten, erzählen

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Werner Scholze-Stubenrecht et al.: Duden, Zitate und Aussprüche. Herkunft und aktueller Gebrauch. 7 500 Zitate, Aussprüche, Bonmots, Sentenzen und Aphorismen - von der klassischen Antike bis zur modernen Werbesprache, von der Bibel bis zum Fernsehfilm. In: Der Duden in 12 Bänden. Nach den Regeln der neuen deutschen Rechtschreibung überarbeiteter Nachdruck der 1. Auflage. Band 12, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1997, ISBN 3-411-04121-8, DNB 950682950, „Blühender Unsinn“, Seite 80
[1] Christoph Gutknecht: Lauter blühender Unsinn. Erstaunliche Wortgeschichten von Aberwitz bis Wischiwaschi. C.H. Beck oHG, München 2008, ISBN 978-3-406-57152-7 (limitierte Sonderauflage), Seite 7 ff.

Quellen:

  1. ↑ Christoph Gutknecht: Lauter blühender Unsinn. Erstaunliche Wortgeschichten von Aberwitz bis Wischiwaschi. C.H. Beck oHG, München 2008, ISBN 978-3-406-57152-7 (limitierte Sonderauflage), Seite 7 ff.