gesatzt

gesatzt (Deutsch)

Adjektiv

Positiv Komparativ Superlativ
gesatzt
Alle weiteren Formen: Flexion:gesatzt

Worttrennung:

ge·satzt, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [ɡəˈzat͡st]
Hörbeispiele:
Reime: -at͡st

Bedeutungen:

[1] von Rechtsnormen: erlassen und schriftlich fixiert (im Gegensatz zum Gewohnheitsrecht und/oder Naturrecht)

Beispiele:

[1] „Innerhalb des menschlichen Rechts lässt sich unterscheiden zwischen Gewohnheitsrecht und gesatztem Recht; das Kriterium der Unterscheidung ist die Schriftform.“[1]
[1] „Der Herrscher stand somit über dem Recht, insofern er im Sinne konfuzianischer Ethik das vorhandene Recht interpretierte und dadurch erst zum Gesetz machte. Recht existierte demnach nur als Gesetz, als ‚gesatztes Recht‘.“[2]
[1] „‚[…] Die Grundnorm ist nicht selbst gesatzt, sondern von der Rechtserkenntnis vorausgesetzt‘; sie ist eine ‚rechtstheoretische Hypothese‘.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] gesatztes Recht

Übersetzungen

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Positives Recht (dort auch gesatztes Recht)
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege [dwdsxl] Gegenwartskorpora mit freiem Zugang „gesatzt

Quellen:

  1. Ulrich Rhode: Vorlesung „Einführung in das Kirchenrecht und Allgemeine Normen“. Mai 2024, abgerufen am 15. September 2025.
  2. Rudolf Kranewitter: Dynamik der Religion. Schamanismus, Konfuzianismus, Buddhismus und Christentum in der Geschichte Koreas von der steinzeitlichen Besiedlung des Landes bis zum Ende des 20. Jahrhunderts. LIT, 2005, ISBN 978-3-8258-8628-8, Seite 214 (Zitiert nach Google Books)
  3. Karl Brinkmann: Verfassungslehre. De Gruyter, 2016, ISBN 978-3-486-78678-1, Seite 98 (Drittzitat von Hans Kelsen, zitiert nach Google Books)

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: gatzest, zagtest