verwischen
verwischen (Deutsch)
Verb
| Person | Wortform | |||
|---|---|---|---|---|
| Präsens | ich | verwische | ||
| du | verwischst verwischt | |||
| er, sie, es | verwischt | |||
| Präteritum | ich | verwischte | ||
| Konjunktiv II | ich | verwischte | ||
| Imperativ | Singular | verwisch! verwische! | ||
| Plural | verwischt! | |||
| Perfekt | Partizip II | Hilfsverb | ||
| verwischt | haben | |||
Alle weiteren Formen: Flexion:verwischen | ||||
Anmerkung zur Konjugation:
- Die konjugierte Form „du verwischt“ ist in Österreich zulässig, da gemäß dem Österreichischen Wörterbuch (ÖWB) bei Verben mit dem Stammauslaut …sch „auch die Endung -t (ohne vorangehendes s) korrekt“ ist (siehe im Anhang des ÖWBs unter „Konjugation der Verben (Zeitwörter)“, Punkt 1.4 „Stammauslaut“ der Punkt 1.4.4[1]). Diese Verbform wird jedoch auch im gesamten deutschen Sprachgebiet umgangssprachlich verwendet.
Worttrennung:
- ver·wi·schen, Präteritum: ver·wisch·te, Partizip II: ver·wischt
Aussprache:
- IPA: [fɛɐ̯ˈvɪʃn̩]
- Hörbeispiele: verwischen (Info)
- Reime: -ɪʃn̩
Bedeutungen:
- [1] etwas unklar machen/verschmieren, indem man zum Beispiel etwas noch Feuchtes zu früh berührt
- [2] auch reflexiv: etwas wird (durch äußere Einflüsse) unklar/nicht gut nachzuvollziehen
- [3] etwas voller Absicht unklar machen, es verdecken oder Hinweise zerstören
- [4] Rheinfränkisch, Oberdeutsch, mundartlich: erwischen
Synonyme:
- [1] verschmieren
- [2] schwimmen, verfließen, verschwimmen, zerfließen
- [3] Schweiz: verwedeln
- [4] ertappen, erreichen
Beispiele:
- [1] Linkshänder verwischen oft beim Schreiben die Schrift, wenn die Tinte noch frisch ist.
- [2] Langsam verwischt sich die Grenze zwischen passivem Beobachter und aktivem Teilnehmer.
- [3] Die beiden versuchten, alle Einbruchsspuren zu verwischen.
- [4] Wir haben gerade noch so den Bus verwischt.
- [4] „Jetzt habe ich dich aber verwischt“, sagte Lisa zu Franz, als er versuchte, ihr Geld zu stehlen.
Redewendungen:
- aus dem Gedächtnisse verwischt sein
Übersetzungen
[3] etwas voller Absicht unklar machen, es verdecken oder Hinweise zerstören
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Referenzen und weiterführende Informationen:
- [*] Wikipedia-Suchergebnisse für „verwischen“
- [*] Wikisource-Suchergebnisse für „verwischen“
- [1–3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „verwischen“
- [*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „verwischen“
- [*] Uni Leipzig: Wortschatz-Portal „verwischen“
- [1–3] The Free Dictionary „verwischen“
- [1–3] Duden online „verwischen“
- [1–3] Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „verwischen“ auf wissen.de
- [1–3] PONS – Deutsche Rechtschreibung „verwischen“
- [1–4] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „verwischen“
- [1–4] D. Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie, oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung. 242 Bände, 1773–1858, Stichwort „verwischen“.
- [1, 3] Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch „verwischen“
- [1] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „verwischen“
- [1, 2] Joachim Heinrich Campe (Hrsg.): Wörterbuch der Deutschen Sprache, „verwischen“
- [1, 4] Ernst Christmann (Begründer), fortgeführt von Julius Krämer, bearbeitet von Rudolf Post; unter Mitarbeit von Josef Schwing und Sigrid Bingenheimer: Pfälzisches Wörterbuch. 6 Bände und ein Beiheft. Stuttgart 1965–1998, Stichwort „verwischen“.
- [1, 4] Josef Müller (Bearbeiter und Herausgeber), ab Band Ⅶ herausgegeben von Karl Meisen, Heinrich Dittmaier und Matthias Zender: Rheinisches Wörterbuch. 9 Bände. Bonn und Berlin 1928–1971, Stichwort „verwischen“.
Quellen:
- ↑ ÖBV im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung, Wissenschaft und Forschung (Herausgeber): Österreichisches Wörterbuch. Vollständige Ausgabe mit dem amtlichen Regelwerk. Aktualisierte 44. Auflage. ÖBV, Wien 2025, ISBN 978-3-209-13686-2 (Bearbeitung: Stefan Dollinger et al.; Redaktion: Christiane M. Pabst, Magdalena Eybl-Vyhnanek), Seite 930