Exponentialfunktionen
Es sei
, sowie
. Dann ist
a nennt man Basis und n den Exponenten der Potenz
(Exponentialfunktion zur Basis a). Es gilt auch, daß
für jedes
und
definiert ist.
Eine Exponentialfunktion ist stetig und für
monoton steigend, für
monoton fallend.
Rechenregeln



![{\displaystyle r={\frac {p}{q}}:\;a^{r}={\sqrt[{q}]{a^{p}}}}](./_assets_/eb734a37dd21ce173a46342d1cc64c92/8140d36f81620b0281be3962028d3f6af972574f.svg)




Natürliche Exponentialfunktion
Die Exponentialfunktion zur Basis e (e = 2,718..., Eulersche Zahl) kann für alle
folgendermaßen definiert werden

oder

Beispiele aus der Physik und Technik
- Radioaktiver Zerfallsprozess
- Barometrische Höhenformel:

- Lade-/Entladevorgang beim Kondensator:

Logarithmen
Den Logarithmus zur Basis a schreibt man
. Manchmal ist das auch in dieser Schreibweise
zu sehen.
Logarithmen sind Umkehrfunktionen zu den Exponentialfunktionen.
Rechenregeln









Wichtige Basen
Basis 2
Zweierlogarithmus, Duallogarithmus oder binärer Logarithmus
oder
Basis 10
Zehnerlogarithmus, dekadischer Logarithmus oder Briggscher Logarithmus
Basis e
natürlicher Logarithmus, Logarithmus naturalis
oder
Umrechnung zwischen verschiedenen Basen
eingesetzt
daraus folgt, dass
sein muss.
Alternativ kann man diese Beziehung auch aus der Rechenregel
ableiten.
Beispiele
Trigonometrische Funktionen (Winkel-, Kreisfunktionen)
Das Bogenmaß
Das Bogenmaß ist definiert als dimensionslose Größe
Bekannt ist der Umfang eines Kreises
.
Somit gilt für den Vollkreis
Genauso wird das Bogenmaß definiert. 360° entsprechen
im Bogenmaß. Das Bogenmaß ist eigentlich dimensionslos, wird aber oft mit der Einheit Radiant [rad] versehen.
| Winkel in [°]
|
Bogenmaß in [1] oder in [rad]
|
| 1 |
|
| 45 |
|
| ~57,3 |
1
|
| 90 |
|
| 180 |
|
| 360 |
|
Umrechnung von Graden in das Bogenmaß:
mit
in [rad] und
in [°].
Sind Kreisbogenlänge und Radius gleich lang, dann wird
. Am Einheitskreis entspricht das Bogenmaß der Kreisbogenlänge.
Die trigonometrischen Funktionen am Einheitskreis
Sinus und Cosinus
sin x ist eine schiefsymmetrische Funktion, während cos x eine symmetrische Funktion repräsentiert, d.h.


Sinus und Kosinus (statt Cosinus wird häufig auch Kosinus geschrieben) sind periodische Funktionen, es gilt:


Des Weiteren gilt:

Definition:


Daraus folgt unmittelbar die Eulerformel:
Direkt aus den Verhältnissen am Einheitskreis läßt sich mittels des Satzes von Pythagoras die Beziehung
ableiten.
Alternativ muss sich natürlich auch aus der obigen Definition selbiges Ergebnis ableiten lassen:
Am Einheitskreis läßt sich auch leicht erkennen, dass


sein muss.
Additionstheoreme






Übung: Leiten Sie die Additionstheoreme her.
Ein Beispiel aus der Technik (Schwingungen):
Tangens und Cotangens
Beispiel für den Tangens (Steigung):
Umkehrfunktionen zu den trigonometrischen Funktionen
Hauptwerte der Arkusfunktionen:
Hyperbel- und Areafunktionen
Sinus hyperbolicus (oder Hyperbelsinus), Kosinus hyperbolicus (oder Hyperbelkosinus), Tangens hyperbolicus (oder Hyperbeltangens):
Übungen: Leiten Sie




her.
Die Areafunktionen sind die Umkehrfunktionen zu den Hyperbelfunktionen.
-
Areasinus hyperbolicus
-
Areakosinus hyperbolicus
-
Areatangens hyperbolicus
Übung: Leiten Sie die obigen Formeln (Area... hyperbolicus) her.
Polynome
Polynom n-ten Grades:
-
Polynome 1. Grades (Geraden

)
-
Polynome 2. Grades (Normalparabeln

)
-
Polynom 5. Grades
Rationale Funktionen
Parameterdarstellung
Ein Kreis lässt sich als
darstellen. Eine andere Darstellungsweise geht vom Parameter
(Winkel) aus (der Radius r sei konstant):
mit
Dies nennt man die Parameterdarstellung des Kreises. Ein anderes Beispiel ist die archimedische Spirale:
mit
.
Diese archimedische Spirale kann übrigens nicht in der Form
dargestellt werden.
Die Parameterdarstellung der Geraden wurde im Kapitel Ing_Mathematik:_Vektoren#Geraden bereits behandelt.